Deutsch    English
Ausbildungsstätten Fachinstitute
Institut für Naturgefahren
Mitarbeiter suchenSuche
Muwa - Frühwarnsystem für Muren
Das Ziel des Projektes MUWA ist die (Weiter)-Entwicklung eines Frühwarnsystems für Muren im Auftrag und in Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Für den Abfluss und die Murbildung sollten relevante Eigenschaften des Bodens und der Topographie berücksichtigt und statistische Auswertungen durchgeführt werden.

Niederschlag beobachten

Dazu wurden sieben Untersuchungsgebiete definiert, in denen Muren bereits mehrmals beobachtet werden konnten. Vorhandenes Datenmaterial ist mit eigenen Erhebungen erweitert und mit Chroniken vervollständigt worden. Das Nowcast- und Analysemodell INCA der ZAMG kam zum Einsatz, um für den Zeitraum 2004 bis 2012 Niederschlagsanalysen mit einer zeitlichen Auflösung von 15 Minuten zu berechnen. Alle verfügbaren Niederschlagsinformationen (Stationsdaten und Wetterradar) flossen in die Analysen ein. Die höchsten Werte innerhalb der Untersuchungsgebiete pro Zeitschritt wurden verwendet und über verschiedene Spannweiten übergreifend gemittelt. Auf dem INCA-Gitter (1 x 1 km Gitter) sind Bodenkennwerte wie Dispositionsdichte, Abfluss- und Rauigkeitsklassen bestimmt worden.

Karte und Gebiet: Zeitreihen und räumliche Daten

Die Zeitreihen und die räumlichen Daten, dargestellt in Vektorform, charakterisieren jeden Zeitschritt  für jedes einzelne Gebiet. Die Chroniken dienten dazu, ein Modell zu trainieren, um beim Auftreten ähnlicher Niederschlagsmuster einen entsprechenden Warnwert zu berechnen. Dazu eignen sich verschiedene statistische Verfahren. Da es einen zusätzlichen Aspekt zu berücksichtigen galt, nämlich die Rechenzeit zu minimieren, wurde letztlich ein einfaches multidimensionales Regressionsmodell eingesetzt. Im Sommer 2014 wird das neu entwickelte Verfahren an der ZAMG seinen Testbetrieb aufnehmen.

Projektpartner: ZAMG Regionalstelle Tirol und Vorarlberg


Nordexponierte, ausgedehnte Schutthalden im Bereich der Hahntennjoch Passstraße. Das primär durch Verwitterungs- und Steinschlagprozesse abgelagerte Lockermaterial wird sekundär durch fluviale und murartige Prozesse umgelagert. Die erkennbaren Erosionsrinnen entstehen durch konzentrierten Oberflächenabfluss aus den darüber liegenden Couloirs


Ausgedehnter Schuttkegel im Bereich Kaiserbrunnen oberhalb der Planseestraße. Auch am gegenüberliegenden Seeufer sind geomorphologische Spuren von Murenaktivität erkennbar
NÜTZLICHE LINKS

Das BFW
Fachinstitute
Ausbildungsstätten
Bundesamt für Wald
Impressum


INTERESSANTE WEBSEITEN

Borkenkäfer Monitoring ISSW 2018 Innsbruck Herkunftsberatung Bodenkarte
FOLGEN SIE UNS

Youtube Facebook

Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0, direktion@bfw.gv.at
BFW © 2017