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Durchforstung 2.0: BFW-Praxisinformation 35
Die Waldbewirtschaftung orientiert sich an einem naturnahen Kreislauf: Es beginnt mit der Bestandesbegründung durch Förderung der natürlichen Verjüngung und Pflanzung von Bäumen. In weiterer Folge kommt es zur Pflege und Standraumgestaltung, um den Bäumen ausreichend Platz für eine optimale Entwicklung zu geben und die Stabilität der Bestände sicherzustellen.

Gravierende Einflüsse

Die Bewirtschaftungsstrategie muss sich an den Rahmenbedingungen orientieren, so hat die Veränderung der Kosten sowie der Ertragssituation gravierende Einflüsse auf die Durch-forstungsmaßnahmen: Das Ziel war, mit weniger Eingriffen stärkeres Holz zu nutzen, um dadurch die Erntekosten zu reduzieren. Ebenso muss sich eine geänderte Risikosituation in entsprechend angepassten Behandlungsstrategien niederschlagen: So rückt bei großer (und zukünftig eventuell noch zunehmender) Sturmgefährdung die Erhaltung der Bestandesstabilität in den Vordergrund.

Unterschiedliche Ziele

Durchforstung macht zwar Bestände nicht automatisch stabiler, es können aber bei niedrigeren und damit weniger sturmgefährdeten Baumhöhen bereits verwertbare Durch-messerdimensionen erreicht werden. Die Zielrichtung der Durchforstungsmaßnahmen unterscheidet sich prinzipiell: Geht es bei der Fichtenbewirtschaftung im Wesentlichen um die Erhaltung der Stabilität, so steht beim Laubholz das Erziehen einer entsprechenden Holz-
qualität im Vordergrund.

Fundiertes Wissen

Unser umfassendes Wissen über den Wald haben wir aus unterschiedlichen Quellen bezogen: langfristigen Dauerversuchen, permanenten Inventuren und praxistauglichen Waldwachs-tumsmodellen. Seit 1882 betreibt das BFW forstliche Dauerversuche zu den unter-schiedlichsten Themenbereichen, deren Ergebnisse Realinformationen und konkrete Anschauungsobjekte für fundierte Bewirtschaftungsstrategien liefern. Derzeit werden vom Institut für Waldwachstum und Waldbau des BFW rund 80 waldwachstumskundliche und waldbauliche Versuche geführt, wobei durch Neuanlagen auch auf neue Fragestellungen aus der forstlichen Praxis reagiert wird.

Deutlicher formuliert

Mit diesem Heft verfolgen wir das Ziel, unser Wissen für die Praxis unmittelbar nutzbar zu machen. Bereits die zweite Ausgabe der BFW-Praxisinformation im Jahr 2003 widmete sich der Durchforstung. Für das vorliegende Heft wurde weiterhin Gültiges übernommen, anderes ergänzt und einiges auch deutlicher formuliert.

Download

BFW-Praxisinformation35pdf

Soeben erschienen: Praxisinfo 35/2014

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