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Ehemaliger FAST Ort Direktor verstorben

Am  4. August 2014 verstarb Direktor DI Karl Pirker. Er war von 1986 bis 2003 mit der Leitung der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort betraut und hat in dieser Zeit durch sein Wirken die Entwicklung der Forstlichen Ausbildungsstätte geprägt.

Karl Pirker wurde am 29. März 1950 in Bad Mitterndorf in eine Försterfamilie geboren. Nach dem Volksschulbesuch absolvierte er die Gymnasialausbildung in Bad Aussee und Stainach, legte 1971 die Matura ab und inskribierte im selben Jahr an der Universität für Bodenkultur in Wien. Ab Juni 1976 wurde Pirker in den gehobenen technischen Dienst der Österreichischen Bundesforste aufgenommen und der Abteilung für Forsteinrichtung zugeteilt.

Diese Tätigkeit übte der Verstorbene bis Ende 1979 aus, um sich in den folgenden Jahren intensiv dem Forstwirtschaftsstudium zu widmen und außerdem eine Assistentenstelle am Institut für Waldbau zu übernehmen. Am 3. September 1984 begann Karl Pirker seine Tätigkeit an der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort im Gmunden, am 1. Oktober desselben Jahres erfolgte die Ernennung auf die Planstelle eines Oberkommissionärs. Nach pädagogischer Ausbildung und der erfolgreich abgelegten Befähigungsprüfung für den Land- und Fortwirtschaftlichen Lehr- und Förderungsdienst und der Staatsprüfung für den höheren Forstdienst wurde Pirker am 4. Dezember 1986 mit der Leitung der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort betraut.

In den folgenden Jahren gelang es Pirker durch seine guten Kontakte in der Branche, die Forstliche Ausbildungsstätte Ort zu modernisieren, ein Lehrrevier einzurichten und viele Akzente zu setzen. Es wurden neue Kurskonzepte wie die Waldpädagogik oder die Orter Forsttage entwickelt, mit Kursangeboten auf technische Neuerungen reagiert, wie beispielsweise die Installation eines Harvestersimulators und in der Folge die Zertifikatsausbildung zum Harvesterfahrer.

Aber auch die erfolgreiche Teilnahme an der Waldarbeiterweltmeisterschaft, die mehrfach mit dem Weltmeistertitel belohnt wurde, fällt in seine Amtszeit. Pirker erwies sich als technisch aufgeschlossener Mensch, wenngleich ihm Zeit seines Berufslebens der Waldbau ein besonderes Anliegen blieb. Bis heute wird die Seminarreihe zum biologischen Forstschutz weitergeführt. Nicht unerwähnt bleiben sollen seine Bemühungen einer fachlichen Zusammenarbeit über die Grenzen Österreichs hinaus. So wurden Kontakte zur ungarischen forstlichen Versuchsanstalt geknüpft und über eine Partnerschaft mit der Forstschule Pisek Beziehungen mit der tschechischen Republik gepflegt.

Privat war Direktor Pirker, wie wir ihn kannten, an der Natur und der Herstellung gediegener Produkte aus der Natur interessiert. Holz in jeder Art z.B. Holzveredelung aber auch die Schnapsbrennerei, eine Sammelleidenschaft und die Jagd waren seine besonderen Hobbies. Sein sympathisches Wesen verhalf ihm auch, sich in seiner Wahlheimat Gmunden gut zu integrieren.

Er war aber auch ein liebevoller Familienvater und stets um Harmonie bemüht. Seiner Familie gilt unsere besondere Anteilnahme. Die Forstliche Ausbildungsstätte Ort und das BFW werden Herrn Direktor Karl Pirker stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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