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Österreichisches Bioindikatornetz (BIN)
Austrian Bio-Indicator Grid
137Cs und 90Sr Kontaminationen von Fichtennadeln im Norden von Österreich

In Fichtennadeln des Österreichischen Bioindikatornetzes aus dem Waldviertel entlang der Grenze zur Tschechischen Republik wurden die Cäsium 137 und Strontium 90 Gehalte bestimmt.

Die Cäsium 137 Konzentration lagen in den Nadeln der Probenahme 1985 im Bereich zwischen 5 und 160 Bq/kg. Nach dem Unfall in Tschernobyl wurden im ersten Nadeljahrgang (Austrieb April/Mai 1986) der Probenahme 1986 ein Maximalwert von 1466 Bq/kg und im zweiten Nadeljahrgang (Austrieb vom April/Mai des Vorjahrs) ein Maximalwert von 3800 Bq/kg festgestellt.

Die Strontium 90 Konzentrationen erreichten im zweiten Nadeljahrgang Gehalte von 25-50 Bq/kg (Maximum 66 Bq/kg) und lagen damit doppelt so hoch wie vor dem Unfall.

Die Verhältnisse der Radionuklide Strontium 90/Cäsium 137 betrugen in gering mit Cäsium 137 kontaminierten Gebieten ca. 0,10. In höher kontaminierten Gebieten lagen die Verhältnisse bei <0,05. Korrigiert man die Strontium 90-Gehalte mit den Hintergrundgehalten von 1985 liegen die Strontium 90/Cäsium 137 Verhältnisse bei <0,02. Diese Ergebnisse entsprechen gut jenen von Luftfilterproben aus Wien und Linz mit Werten von 0,012 und 0,014.


Abstract aus:
Irlweck I., Lenz H., Fürst A. (1999).
137Cs and 90Sr contamination of spruce needles in the northern region of Austria. Journal of Environmental Radioactivity 46 (1999) 179-185.

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25.07.06 | Irlweck, K.; Lenz, H.; Fürst, A.
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