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Die Insektenfamilie der Borkenkäfer - Biologie, Bedeutung und Schäden
Österreichisches Borkenkäfer-Monitoring
Das österreichische Borkenkäfer-Monitoring ist ein Service des BFW, welches gemeinsam mit den Landesforstbehörden und den Forstberatern der Landwirtschaftskammern 2005 ins Leben gerufen wurde, um betroffene und interessierte Waldbesitzer über die aktuelle Flugsituation der wichtigsten Borkenkäferarten zu informieren. Die Aufstellung und Betreuung der Käferfallen erfolgt durch Mitarbeiter der Landes- bzw. Bezirksforstdienste, der LW-Kammern und des Instituts für Waldschutz, BFW. Die Organisation, die wissenschaftliche Betreuung und Auswertung sowie die Erstellung der Internetplattform wird am BFW durchgeführt (Institut für Waldschutz, IKT-Abteilung).

Flugverlauf der wichtigsten Borkenkäferarten

Es wird der Flug der Borkenkäferarten Buchdrucker (Ips typographus), Kupferstecher (Pityogenes chalcographus), Großer Lärchenborkenkäfer (Ips cembrae), Großer zwölfzähniger Kiefernborkenkäfer (Ips sexdentatus) und Sechszähniger Kiefernborkenkäfer (Ips acuminatus) dokumentiert. Dazu werden in den beteiligten Bundesländern auf zirka 60 repräsentativen Standorten im Fichten-, Lärchen- und Kiefernverbreitungsgebiet Käferfallen aufgestellt, welche im März/April mit Lockstoffen bestückt werden.

Je nach Verfügbarkeit werden dem Flugverlauf detaillierte Klimawerte (Halbstundenmittelwerte) gegenübergestellt. Besonders interessant ist die Abhängigkeit des Käferschwärmens von definierten Schwellentemperaturen bzw. von erreichten Temperaturzeitsummen. Die Erfassung und Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen in dieser Detailliertheit soll die Prognose für den Gefährdungsgrad der lokalen Waldbestände verbessern.

Als Fallen werden Theysohn Schlitzfallen - entweder als Einzelfalle oder als Fallenstern - verwendet, die mit den Lockstoffen "Pheroprax Ampulle" oder "Ipsowit" für den Buchdrucker, "Chalcoprax Ampulle" oder "Chalcowit" für den Kupferstecher, "Cembräwit" für den Großen Lärchenborkenkäfer, "Sexowit" für den Großen zwölfzähnigen Kiefernborkenkäfer und "Acuwit" für den Sechszähnigen Kiefernborkenkäfer beködert werden. Die Kontrolle und Auswertung der Fallenfänge erfolgt wöchentlich. Die Ergebnisse werden ab Anfang April online per Internetbrowser in eine Datenbank am BFW weitergeleitet.

Wahl der Standorte

Die Lage der einzelnen Lockstofffallen des Borkenkäfer-Monitoring - getrennt für jede Borkenkäferart und Jahr - sind durch farbige Quadrate dargestellt. Die blauen Symbole zeigen Fallenstandorte, wo den Fangzahlen zusätzlich Werte von assozierten Klimastationen gegenüber gestellt werden. Bei den orangefarbigen Symbolen stehen keine Klimadaten zur Verfügung. Der Flugverlauf wird als Säulendiagramm über die Vegetationsperiode dargestellt.

Vergleich mit PHENIPS-Daten der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien

Seit 2016 wird in Kooperation mit dem Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz der BOKU in den Österreichkarte neben den Fallenstandorten des Borkenkäfer-Monitoring auch die Standorte der PHENIPS-Generationsentwicklung dargestellt (grün-weißes Symbol). Die Verlinkung führt in weiterer Folge zur Projekt-Homepage des IFFF/BOKU und den Ergebnissen der Online-Modellierung der Käferentwicklung beim Buchdrucker. Die Entwicklung wird dabei anhand meteorologischer Messdaten der jeweiligen Station modelliert. Die angegebenen Daten beziehen sich daher immer auf das spezifische Untersuchungsgebiet.

Literatur:
Baier et al. 2007: PHENIPS—A comprehensive phenology model of Ips typographus (L.) (Col., Scolytinae) as a tool for hazard rating of bark beetle infestation. Forest Ecology and Management, 249 (3), 171–186. http://dx.doi.org/10.1016/j.foreco.2007.05.020
05.10.16 | Steyrer, G.
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