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Schälschutz
Im Handel werden gegen Schälschäden chemische und mechanische Mittel angeboten, wobei erstere der Prüfungspflicht durch die Bundesamt und Forschungszentrum für Wald unterliegen. Das Anbringen von Schälschutzmitteln ist arbeitsaufwendig. Es ist daher sinnvoll, nur die Z-Stämme zu schützen und unter den übrigen die geschälten Bäume im Zuge von Durchforstungen zu entfernen. Gegenwärtig stehen zwei chemische Schälschutzmittel zur Verfügung. Gegenüber den mechanischen haben sie den Vorteil, daß der Stamm nur soweit entastet werden muß, als eine lückenlose Aufbringung ermöglicht wird. Es ist jedenfalls nötig, die gesamte schälmögliche Fläche eines Stammes lückenlos einzustreichen.

Mechanische Mittel

Vom Einband mit Plastiknetzen bis zum Grüneinband mit eigenen oder zusätzlich gewonnenen Zweigen, setzen die Behandlung der Seitenäste voraus: letztere müssen entweder sehr stammnahe abgeschnitten werden (eine Prozedur, die Infektionen mit Wundfäulen provozieren kann) um ein Plastiknetz anbringen zu können, oder sie werden für den Grüneinband heruntergebogen und fixiert. Mechanische Schälschutzvorrichtungen sind gewöhnlich starr. Sie müssen von Zeit zu Zeit an das Stärkenwachstum des Stammes angepaßt, also nachjustiert werden. Als biotechnische Methode kann das Aufrauhen und Ritzen der Baumrinde mit "Rindenkratzern" und "Rindenhobeln" gewertet werden. Bei diesem Verfahren wird die Wachstumsschicht der Rinde verletzt, eine Vernarbung dieser Wunden bewirkt verstärkte Borkenbildung, die solche Rinden zum Schälen unattraktiv macht. Neben dem notwendigen Aufwand des Astens ist diese Methode selbst sehr arbeitsintensiv, die Gefahr einer Infektion eines so behandelten Baumes mit Fäulen ist dabei nicht zu unterschätzen.

04.08.06 | Bearbeitung: Lackner
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