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Elche in Österreich
Ein Beispiel von "Wiederbesiedlung” ist vor etwa fünf Jahren im Waldviertel aufgetreten, als durch den Fall des "Eisernen Vorhanges” Elchwild im nördlichen Waldviertel aufgetaucht ist und begonnen hat, die dortige Kulturlandschaft zu "nutzen”. Zielsicher hat es jene Kulturen, Dickungen und Verjüngungen aufgesucht, die von einem um Naturnähe bemühten Besitzer begründet und gepflegt worden sind. Dort hat es an den seltenen Mischbaumarten, die teuer und unter großem finanziellen Einsatz der Forstverwaltung eingebracht worden waren, Verwüstungen angerichtet (nebstbei auch an einigen Wildzäunen).

Der Naturschutz, allen voran der WWF, hat erklärt, Elche seien vorher schon da gewesen, es handle sich folglich um einheimisches Wild, ein Abschuß komme daher nicht in Frage.(Anmerkung: Elche siedelten vor der Landnahme durch die Slawen und den Sturm der Awaren in diesem damals völlig anders beschaffenen und bewachsenen Lebensraum). Nach zeitraubenden und umständlichen Verhandlungen wurde es der Forstverwaltung gestattet, zwei von damals sieben Stück Elchwild zu erlegen. In diesem Bescheid wurden die Angestellten der Forstverwaltung darüberhinaus angehalten, durch Klatschen mit den Händen das Elchwild zu vertreiben um weiteren Schaden abzuwenden. Daß soviel Naivität und ärgerliche Ahnungslosigkeit in einem offiziellen Akt enthalten sein kann, zeigt die Hilflosigkeit der Judikatur angesichts solcher Probleme sowie die Neigung, auch Kompromisse abseits der Sinnhaftigkeit zu schließen.
02.08.06 | Bearbeitung: Lackner
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