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Wildbach - Monitoring
Gradenbach
Das Einzugsgebiet des Gradenbaches umfasst eine Fläche von rund 32 km². Es liegt südlich des Alpenhauptkammes in der zu den Hohen Tauern zählenden Schobergruppe (Kärnten). „Bekannt“ ist der Wildbach hauptsächlich wegen der in seinem Mündungsbereich gelegenen großen, tiefgründigen, aktiven Massenbewegung (Berchtoldhang), welche eine Flächenausdehnung von ca. 2 km² und eine Tiefe bis über 130 m erreicht.

Der Talzuschub alleine birgt kaum nennenswertes Gefahrenpotenzial. Erst in Wechselwirkung mit dem an seinem Fuß fließenden Wildbach kommt es zur, in ihrem maximalen Ausmaß kaum abschätzbaren Bedrohung der im Mölltal stromabwärts gelegenen Ortschaften. 

Der Bereich der Massenbewegung wurde nach schweren Hochwasserereignissen (1965/66, ca. 1,3 Mio m³ Geschiebeaufkommen) mit einem umfangreichen Monitoringsystem ausgestattet. Erhoben werden vom BFW neben Klima und Abflussdaten punktuell auch Bergwasserspiegel, Quellschüttungen und Hangbewegung.

  
Massenbewegung Gradenbach-Berchtoldhang. Die obere und die östliche Anrisskante der Massenbewegung sind im Gelände gut identifizierbar.

 
Die Messungen dienen der Erhebung von Grundlagendaten für wissenschaftliche Analysen großer Massenbewegungen, um das Verständnis von Wirkungszusammenhängen und Prozessen zu verbessern. Dadurch können Risikoanalyse, Risikobewertung und Risikomanagement laufend den neuen Erkenntnissen und technischen Möglichkeiten angepasst werden.

Zusätzlich wird ein Beitrag zur Beantwortung überregionaler Fragestellungen (z.B. Klimaänderung) hinsichtlich deren lokalen/ regionalen Auswirkungen (downscaling) geleistet.

Durch die Ermittlung von Bemessungshilfen und Kontrolle von baulichen Maßnahmen werden die lokalen Behörden in ihrer Schutzaufgabe unterstützt, die laufende Überwachung der Aktivität der Massenbewegung erhöht die Sicherheit der Anrainer.

29.08.07 | Bearbeitung: Hagen
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