Wildeinflussmonitoring WEM
Beurteilung-WEM
Als erster Schritt erfolgt auf jeder Fläche ein Soll-Ist-Vergleich (Sollzahlen siehe Beurteilungsschema). Sind ausreichend von Wild unbeeinträchtigte Pflanzen vorhanden, wird für die Fläche kein oder geringer Wildeinfluss ausgewiesen. Kenngröße ist der Verbiss des vorjährigen Leittriebes oder Fegung des Stammes. Erreicht die Pflanzenzahl nicht das Mindestziel, dann wird der Wildeinfluss am Anteil der verbissenen Pflanzen je Baumart beurteilt und als kein oder geringer Wildeinfluss, mittlerer Wildeinfluss oder starker Wildeinfluss ausgewiesen.

Bei der Beurteilung der Baumarten wurde zwischen Zielbaumarten, Mischbaumarten oder andere Baumarten hinsichtlich der Natürlichen Waldgesellschaft unterschieden. Nur Zielbaumarten wurden mit einer eigenen Zielpflanzenzahl, Mischbaumarten als Baumartengruppe mit einem Gruppenziel im Soll-Ist-Vergleich berücksichtigt. Das stellt sicher, dass z.B. Tanne nur im Fichten-Tannen-Buchen-Wald und im Fichten-Tannen-Wald als Zielbaumart gewertet wird, im Buchenwald aber als andere Baumart, also ohne spezifische Sollzahl behandelt wird (Details siehe Beurteilungsschema einer WEM-Fläche).

Verbissansprache:
Bei den WEM-Aufnahmen wird der Verbiss der vorigen Verbisssaion am Vorjahrestrieb beurteilt. Vom aktuellen Trieb weiss man nicht, ob er in diesem Jahr noch verbissen wird, das Ergebniss wäre sehr vom Erhebungszeitpunkt abhängig. Der Vorjahrestrieb bietet die verlässlichste Vergleichsbasis.

Mit der ersten Erhebung der Flächen liegt nun für alle Bezirke das Niveau des Wildeinflusses vor. Nach der Folgeerhebung 2007-09 wird ein neues Niveau und damit auch die Entwicklung des Wildeinflusses bekannt sein.


04.12.13 | Preier, P.
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