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Wildbach - Monitoring
Morphologie und Topologie
Der Gradenbach ist ein rechtsufriger Zubringer der Möll im Bereich des obersten Mölltales. Sein Einzugsgebiet (32,5 km², 3283 m - 1045 m) liegt in der Schobergruppe. Der Bachlauf selbst ist rund 9 km lang und weist mehrere Flachstellen (Gradenseen) auf, die als „natürliche Geschiebesperren“ wirken. Im Bereich des Talzuschubes kurz vor der Mündung in die Möll durchfließt der Gradenbach eine Schluchtstrecke.  >>>
Geologie
Der Berchtoldhang ist einer der größten derzeit aktiven Massenbewegungen in Österreich. Durch seine Lage an der Mündung des Gradenbaches in die Möll und der unbewaldeten, deutlich entwickelten Anrisszone ist er nicht nur auffällig sondern stellt auch für die möllabwärts gelegenen Ortschaften eine Bedrohung dar.  >>>
Vegetation
Die Vegetation im Einzugsgebiet des Gradenbaches entspricht dem Wuchsbezirk 1.2 (subkontinentale Innenalpen – Westteil).  >>>
Prozessinfo
Zur Beurteilung des Gefahrenpotenziales sowie für die Ableitung temporärer und permanenter Schutzmaßnahmen ist es wichtig bewegungsbeschleunigende sowie -verzögernde Einflussgrößen hinsichtlich ihrer Wirkung auf den Prozess der Massenbewegung zu kennen. Von besonderer Bedeutung ist die Frage ob, in welchem Umfang und unter welchen Voraussetzungen die Kriechbewegungen des Hanges auch in rasche Gleitbewegungen übergehen können ("worst case scenario").  >>>
Schadenschronik
Die Besiedlung der Region ist eng mit den historischen Goldfunden verbunden. Döllach entwickelte sich bereits im Mittelalter zu einem Zentrum der Tauerngoldgewinnung deren Höhepunkt im 15. und 16. Jahrhundert erreicht wurde. Einhergehend erfolgte die Besiedlung des Gebietes (erste urkundliche Erwähnung eines Gotteshauses in Döllach/Sagritz 1271) und der landwirtschaftlichen Nutzung des Raumes. Wann die Besiedelung des Berchtoldhanges selbst erfolgte ist nicht genau bekannt.  >>>
Schutzmaßnahmen
Erste Schutzverbauungen zur Sicherung der Bachsohle im Bereich der Schluchtstrecke des Gradenbaches wurden nach einem Hochwasser bereits in den Jahren 1904 bis 1908 errichtet, um einer Eintiefung des Baches und damit einer Beschleunigung der Massenbewegung zu begegnen. Dem Bergdruck hielten diese wie auch nachfolgende Maßnahmen meist nicht lange stand.  >>>
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