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Österreichisches Bioindikatornetz (BIN)
Austrian Bio-Indicator Grid
Österreichisches Bioindikatornetz - Schwefelimmissionseinwirkungen 2017

Zur Überwachung der Auswirkungen der Luftverschmutzung in Waldökosystemen wurde 1983 das Österreichische Bioindikatornetz eingerichtet und seither werden jährlich im Herbst auf den ausgewählten Punkten zwei Probebäume beerntet. Als passiver Akkumulationsindikator wird Fichte bzw. im trockenen Osten Österreichs Weiß- und Schwarzkiefer sowie Buche eingesetzt.

Das Schwefelergebnis 2017 des Österreichischen Bioindikatornetzes ist mit 1,6 % Schwefel-Grenzwertüberschreitungen beim Grundnetz niedriger als im Vorjahr (2016: 3,2 %). Eine deutliche Abnahme der Häufigkeit des Nachweises von Schwefel-Immissionseinwirkungen ist in der Seehöhenstufe bis 400 m von 2014 bis 2017 nachweisbar.

Beim seit 1985 beernteten (verdichteten) Netz 85 konnte 2017 ebenfalls eine Abnahme festgestellt werden, hier wiesen 4,2 % der Punkte Grenzwertüberschreitungen auf (2016: 4,9 %). Drei Viertel dieser Punkte mit Gesamtklassifikation 3 lagen in Kärnten, der Steiermark und in Oberösterreich. Die Gesamtklassifikation 4 wurde an keinem Punkt festgestellt. Für die deutlichen Abnahmen der Anzahl der Punkte mit Grenzwertüberschreitungen im Burgenland und in Niederösterreich dürfte auch die Trockenheit im Winter 2016/17 sowie während des Austriebes beigetragen haben.

In den folgenden Ländern/Bezirksforstinspektionen (Bezirken) waren 2017 SO2-Immissionseinwirkungen nachweisbar:
Burgenland: Burgenland Nord und Süd
Kärnten: Friesach, Spittal a.d. Drau, St. Veit a.d. Glan, Völkermarkt und Wolfsberg
Niederösterreich: Horn
Oberösterreich: Braunau, Linz-Land, Perg und Vöcklabruck
Steiermark: Bruck-Mürzzuschlag, Deutschlandsberg, Graz-Umgebung, Hartberg, Leoben, Liezen, Südoststeiermark und Weiz
Tirol: Kufstein
Wien



Download Bericht BIN-S 136/2018 (2,1 MB)
26.02.18 | Fürst, A.
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