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Spinnmilben an Laubgehölzen

Symptome    Vorwiegend an Blättern: Blätter verlieren ihren Glanz (stumpfe Blattfarbe); großflächige Blattverfärbung (oft silbrig), weißliche bis gelbe Flecken; braune Felder (z.B. Rosskastanienspinnmilbe, feine Sprekelung; Blattwelke und vorzeitiger Blattfall; Häute und Spinnmilben in großer Zahl auf den Blättern (Lupe!); feine silbrige Gespinste. Vor allem an Standorten, die einem starken Wechsel von Luftfeuchtigkeit und Temperatur ausgesetzt sind, können sich Spinnmilben massenhaft entwickeln.
Bedeutung    Erhebliche Blattverluste können Bäume schwächen; Jungpflanzen können durch Spinnmilbenbefall lebensbedrohend geschädigt werden. Im Obstbau verursachen Spinnmilben oft massive Ernteverluste. Verwechslungsgefahr besteht mit Pilzkrankheiten (z.B. bei der Rosskastanie), mit Zwergzikaden (z.B. bei Ahorn) und anderen saugenden Insekten.
Massnahmen    Biologischer Forstschutz: Ausbringen natürlicher Gegenspieler (Raubmilben). Allenfalls Akarizidbehandlungen (siehe Amtliches Pflanzenschutzmittelverzeichnis).
Betroffene Baumarten    Alle Gehoelzarten;
Betroffene Pflanzenteile    Blatt; Trieb/Zweig/Ast;


Spinnmilbensymptome an einem Lindenblatt (Saugschäden in Feldern)
Flächige Saugschäden, Linde: typisch die helle Verfärbung
Saugschäden an einem Blatt von Lonicera (Heckenkirsche)
Spinnmilbe
Spinnmilben: Gespinst aus feinen Fäden


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