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Scleroderris-Krankheit (Gremmeniella abietina) | english

Symptome    Nadeln um die Triebspitzen rotbraun verfärbt, zunächst mit noch grüner Basis; Harztropfen in Bereich der Spitzenknospe und darunter; Spitzenknospe abgestorben; danach stammwärts fortschreitendes Triebsterben unter brauner Nadelverfärbung. Zuerst brechen die kleinen schwarzen Fruchtkörper der ungeschlechtlichen Form Brunchorstia pinea aus der abgestorbenen Rinde hervor, später folgen die geschlechtlichen (Apothezien.
Bedeutung    Weltweit häufige Rinden zerstörende Mikropilzart; in Europa einerseits ein Problem in Hochlagen bei großflächigen Aufforstungen vor allem von Zirben, in tieferen Lagen nach außergewöhnlich schneereichen Wintern an verschiedenen Kiefernarten und Fichten verursachend. Junge Bäume können absterben, an älteren Baeumen meist nur Verlust von Zweigen und Ästen sowie Zuwachsverluste.
Massnahmen    Kurative Maßnahmen nicht möglich (Fungizidapplikationen haben sich als wirkungslos erwiesen).Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Scleroderris-Schäden in Fichtenkulturen aller Höhenstufen: kein Anbau von Fichte unter Schirm von Kiefern - Kiefern stellen eine permanente Infektionsquelle dar. Zur Vermeidung von Scleroderris-Schäden an Zirben in Hochlagen: vor der Aufforstung Ausaperungskartierung zur Aussparung von Flächen mit hoher und lang anhaltender Schneebedeckung. Aufforstung nur mit der Höhenstufe angepassten Pflanzenherkünften!
Betroffene Baumarten    Fichte; Kiefer;
Betroffene Pflanzenteile    Nadel; Stamm; Trieb/Zweig/Ast;


Scleroderris-Krankheit: Wipfelsterben bei Stechfichte
Scleroderris-Krankheit: Fruchtkörper mit austretenden Sporenmassen
Scleroderris-Krankheit: aus einer Nadelbasis hervorbrechende Fruchtkörper
Scleroderris-Krankheit: Triebsterben bei Weißkiefer (Foto: LFD Tirol 2002)
Scleroderris-Krankheit: Triebsterben, Weißkiefer (Foto: LFD Tirol 2002)
Scleroderris-Befall nach Hagelschlag: Brunchorstia-Fruchtkörper in den Wunden

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