3 Produktivität und wirtschaftliche Aspekte der Österreichischen Wälder

Handlungsfeld 3
Vision 2030
Der wald- und holzbasierte Sektor ist international wettbewerbsfähig, innovativ im Sinne der Bioökonomie und damit wertschöpfende Stütze der österreichischen Volkswirtschaft sowie zentraler Entwicklungsgarant des ländlichen Raumes. Der Rohstoff Holz wird ressourceneffizient genutzt und verwertet. Die gemein- und betriebswirtschaftliche Werterzeugung durch ökosystemare Leistungen der Wälder wird aktiv verfolgt und nachhaltig gesichert.
Icon 3.1 Forcierung der gesellschaftlichen Akzeptanz für die wirtschaftliche Nutzung des österreichischen Waldes unter Anwendung multifunktionaler und nachhaltiger Bewirtschaftungsgrundsätze
Indikatoren:
3.4 - Dienstleistungen
3.5 - Wälder mit Bewirtschaftungsplänen
3.6 - Deckung des Rohholzbedarfs aus österreichischen Wäldern
3.9 - Zertifizierte Waldfläche
6.12 - Öffentliches Bewusstsein und Beteiligung der Öffentlichkeit
6.15 - Vorhandensein eines ständigen Waldforums
Icon 3.2 Vermehrte Verwendung von Holz als nachwachsender, klimafreundlicher Rohstoff und Energieträger im Sinne der Bioökonomie
Indikatoren:
3.2 - Rundholz
3.6 - Deckung des Rohholzbedarfs aus österreichischen Wäldern
3.8 - Anteil des Holzes aus illegalen Schlägerungen
6.2 - Beitrag des Waldsektors zum BIP
6.7 - Holzverbrauch
6.9 - Energie aus Holzressourcen
7.4 - Österreichischer Beitrag zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlages
Icon 3.3 Ausschöpfung des Holznutzungspotentials des österreichischen Waldes im Rahmen einer umfassend verstandenen Nachhaltigkeit
Indikatoren:
1.2 - Holzvorrat
3.1 - Holzzuwachs und -einschlag
3.6 - Deckung des Rohholzbedarfs aus österreichischen Wäldern
6.14 - Anteile der Nutzungsarten
Icon 3.4 Optimierung der Holzverwertung unter Maximierung der Ressourceneffizienz entlang der Wertschöpfungskette
Indikatoren:
3.2 - Rundholz
6.19 - Anteil des Sägeholzes am Sortimentsanfall des Einschlages
Icon 3.5 Weitere innovative Entwicklung der österreichischen Wald- und Holzkompetenz zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des wald- und holzbasierten Sektors
Indikatoren:
6.2 - Beitrag des Waldsektors zum BIP
6.8 - Holzhandel
6.13 - Forschung, Aus- und Weiterbildung
6.22 - Finanzvolumen aus dem Programm LE zur Förderung von Innovationen in der Forstwirtschaft
Icon 3.6 Schaffung und Ausbau geeigneter Instrumente zur Erhöhung der ökologischen und ökonomischen Krisenresistenz des wald- und holzbasierten Sektors
Indikatoren:
3.3 - Nichtholzprodukte
3.4 - Dienstleistungen
4.13 - Umfang der Waldfläche, auf der Vertragsnaturschutz stattfindet
6.13 - Forschung, Aus- und Weiterbildung
Strategische Schwerpunkte / Stoßrichtung
  • Entwicklung eines sektoral vorsorgenden, integrierenden Risiko- und Krisenmanagements
  • Stärkung der ökologischen Resilienz von Wäldern
  • Stärkung der ökonomischen Resilienz von Betrieben durch Erweiterung des Produkt- und Leistungsportfolios
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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 3.6.1 

Waldortbezogene Regelungen, auf welchen Standorten das Baumverfahren angewandt werden kann und auf welchen das modifizierte Verfahren "abgezopft und grob geastet" zum Einsatz kommen soll. Ziel ist es, die Standortsgüte auf schwachen Standorten nicht zu beeinträchtigen.

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 3.6.2 

Weitgehende Vermeidung von Kahlschlägen auf besonders sensiblen Standorten. Schrittweise wird von Kahlschlägen auf besonders sensiblen Standorten abgegangen. Die Voraussetzungen für eine andere Nutzungsart müssen jedoch gegeben sein. Dazu gehören das Potenzial zur Naturverjüngung mit gewünschten Baumarten und eine ausreichende Stabilität des verbleibenden Bestandes. Bei einem ersten Endnutzungs- Eingriff sollen nur 20 bis 30% des stehenden Vorrates entnommen werden.

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 3.6.3 

Realisierung des Prinzips der rechtzeitigen Waldpflege. Besonders Dickungspflege und Erstdurchforstung werden rechtzeitig und in allen erforderlichen Beständen durchgeführt. Rückstände werden in den nächsten Jahren abgebaut.

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 1.1.1 

Die Kampagne richtet sich primär an KleinwaldbesitzerInnen, im Besonderen an die sogenannten "hoffernen" WaldbesitzerInnen. Sie wird auf nationaler, regionaler und lokaler Ebenen (insbesondere Gemeinden) stattfinden und beinhaltet zahlreiche Einzelmaßnahmen.

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 1.6.1 

Für das Projekt der Wald von morgen (Bestandesumbau) steht auch geeignetes Pflanzmaterial zur Verfügung. Das gesamte Angebot an Forstpflanzen wird zusammengestellt und einer quantitativen und qualitativen Bewertung unterzogen. Daraus ergibt sich ein Bedeckungsgrad, aber auch Angebotsdefizite werden erkennbar.

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 6.4.10 

Vernetzung, Sichtbarmachung und Stärkung der Partizipation von Frauen in der Forst- und Holzwirtschaft, Austausch von Best Practice-Beispielen, Ableitung konkreter Aktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene.

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 5.3.6 

Ein Katastrophenplan für den Tiroler Wald wird ausgearbeitet. Dieser Plan soll die Risiken bei Naturkatastrophen verringern und deren Folgen durch ein professionelles Katastrophenmanagement reduzieren (Massenvermehrungen von Borkenkäfern, negative Auswirkungen auf den Holzmarkt).

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 6.4.5 

Information der Waldeigentümer und Waldbewirtschafter zur aktiven, ökologisch orientierten und ökonomisch erfolgreichen Waldbewirtschaftung, Informationsmaßnahmen der Öffentlichkeit im Rahmen von Ausstellungen und Messen, Waldpädagogische Aktivitäten

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 6.1.13 

Das Projekt - Wald in Frauenhänden - setzt seit 2011 Maßnahmen, um die Beteiligung von Frauen, insbesondere von Waldbesitzerinnen, auf verschiedenen Ebenen der Forstwirtschaft zu heben, sie bei der Waldbewirtschaftung zu unterstützen und sie verstärkt in forstlich-organisatorische Gestaltungsmaßnahmen und Meinungsbildung einzubinden.

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 1.1.17 

Die Waldtypisierung ist eine wesentliche Grundlage das Wissen über den Wald zu erweitern. Gerade Veränderungen wie der Klimawandel bedingen genaueres Wissen über waldbauliche Spielräume. Konkreter Handlungsbedarf für "klimafitte Wälder" lassen sich daraus ableiten.

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Beurteilungskriterien sind erfüllt
 6.4.11 

FEM4FOREST zielt auf eine verbesserte Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt und in Entscheidungsprozesse im Forstsektor des Donauraums ab. Für Waldbesitzerinnen, im Forstbereich tätige Frauen und Schülerinnen und Studentinnen werden ein am tatsächlichen Bedarf orientiertes Trainings- und Mentoringprogramm und innovative Kooperationsmodelle erarbeitet und angeboten, Maßnahmen zur Bewusstseinsschaffung in Organisationen und forstlichen Strukturen werden gesetzt.

Icon 3.7 Schaffung von gesellschaftlicher Anerkennung für die gemeinwirtschaftliche Werterzeugung, die durch nachhaltige, multifunktionale Waldbewirtschaftung erbracht wird
Indikatoren:
3.4 - Dienstleistungen
5.1 - Schutzwälder - Boden, Wasser und andere Ökosystemfunktionen
5.2 - Schutzwälder - Infrastruktur und bewirtschaftete nat. Ressourcen
6.2 - Beitrag des Waldsektors zum BIP
6.4 - Ausgaben für Dienstleistungen
6.5 - Arbeitnehmer im Waldsektor
6.12 - Öffentliches Bewusstsein und Beteiligung der Öffentlichkeit