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Forstschutz


Forstschutz

Das Institut für Forstschutz befaßt sich mit Krankheiten und Schäden des Waldes, von Beständen und Einzelbäumen, die durch Organismen sowie durch abiotische Faktoren verursacht sind. Die Entwicklung des Fachgebietes im vergangenen Vierteljahrhundert kann in drei Phasen geteilt werden. In der ersten lag der Schwerpunkt bei der Schädlingsbekämpfung, dann bei der Rauchschadensforschung und schließlich beim integrierten Forstschutz. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Wildökologie.

Schädlingsbekämpfung

Bis etwa Mitte der siebziger Jahre stand noch die traditionelle Schädlingsbekämpfung im Vordergrund des angewandten Forstschutzes. Dementsprechend befaßte man sich auch am Institut für Forstschutz intensiv mit der Testung chemischer Bekämpfungsmittel in klein- und großflächiger Anwendung. Daneben betrieb man aber auch stets die Suche nach Alternativen zur „chemischen Keule“. So gab es Forschungsschwerpunkte für die Entwicklung und Überprüfung von Methoden der biologischen Schädlingsbekämpfung, beispielsweise der Einsatz von Sexuallockstoffen und Häutungshemmern gegen Insekten, andererseits Forschungen in Richtung vorbeugender Forstschutz, beispielsweise die Berücksichtigung potentieller Schädlingsausbreitungen bei der Standortswahl von Aufforstungen.

Bekämpfungsversuch 1960

Biologische Bekämpfung

Die Sensibilisierung der Bevölkerung im Hinblick auf den Einsatz von Chemikalien hatte zur Folge, daß chemische Insektenbekämpfungen ab Mitte der achtziger Jahre drastisch eingeschränkt wurden. Die Applikation von Pestiziden aus der Luft per Hubschrauber sowie großflächige Bekämpfungsaktionen im Wald kamen praktisch zum Erliegen.

Rauchschadensforschung

Seit etwa 1980 gewannen die Folgen der anthropogenen Schadstoffemissionen, damals Rauchschäden genannt, immer mehr an Bedeutung. Bis 1984 befaßte man sich am Institut für Forstschutz auch mit den Auswirkungen der Schadstoffbelastung durch Industrie, Gewerbe, Verkehr und Hausbrand auf den Wald. Schon Anfang der siebziger Jahre intensivierte sich der Arbeitseinsatz am Sektor der Rauchschadens- und Düngungsuntersuchungen. Die Beratungstätigkeit im Zusammenhang mit Luftverunreinigungen und deren Einfluß auf verschiedene Schädlingsauftreten nahm zu. Die aktuelle Waldsterbensdiskussion erzwang schließlich im Jahre 1983 eine derartige Ausweitung der Immissionsforschung zu Lasten der anderen Bereiche des Fachgebietes, daß 1984 aus der Abteilung für Forstchemie und Rauchschäden ein eigenständiges Institut für diese Aufgabenstellungen gegründet wurde, das Institut für Immissionsforschung und Forstchemie.

Integrierter Forstschutz

Seit etwa 10 Jahren ist der integrierte Forstschutz zu einem Schwerpunkt der Institutsarbeit geworden. Nach den Erfahrungen mit verschiedenen monokausalen Erklärungsversuchen des Waldsterbens hat sich die Erkenntnis weitgehend durchgesetzt, die das Institut für Forstschutz immer vertreten hatte, daß Krankheitssymptome von Waldbäumen fast ausschließlich das Ergebnis verschiedener zusammenwirkender Streßfaktoren sind. Die Diagnosemethoden wurden in die Richtung verfeinert, daß die Analysen der Schadensursachen von verschiedenen Gesichtspunkten aus erfolgen - man spricht dabei von Differentialdiagnose. Im Vordergrund steht dabei die möglichst vollständige Erfassung der Symptome und der beteiligten Organismen sowie die Untersuchung physiologischer Parameter, z.B. Leitfähigkeit des Saftstromes, Chlorophyllgehalt der Blätter, Fäuleausdehnung im Stamm etc., und nicht zuletzt eine Analyse der standörtlichen Gegebenheiten und klimatischen Faktoren. Verschiedene Anschaffungen der letzten Jahre wie das Rasterelektronenmikroskop und das Gefriermikrotom trugen der Erfordernis nach verfeinerten Labortechniken und neuen Untersuchungsmethoden Rechnung.

Der integrierte Forstschutz erfordert solche Diagnosemethoden, da er durch eine differenzierte, fein abgestimmte Vorgangsweise definiert ist. Nur so ist es auf lange Sicht möglich, das Schwergewicht von kurativen auf präventive Maßnahmen zu verlagern. Ein Hauptcharakteristikum des integrierten Forstschutzes ist die verstärkte Anwendung biologischer Bekämpfungsstrategien. Gerade der Einsatz von Nützlingen und Prädatoren(1) setzt aber eine genaue Bewertung der Rolle pathogener Organismen im Gefüge der zahlreichen Streßfaktoren voraus.

Wildökologie

Die Wildökologie steht ebenfalls im Zeichen einer ganzheitlichen Sichtweise. Neue Verfahren zur Beurteilung des Einflusses von Wild und Weidevieh auf die forstliche Vegetation wie die Traktmethode wurden entwickelt. Außerdem untersucht man Einflüsse anderer Säugetiere auf Einzelbäume und Bestände und gibt Empfehlungen an die forstliche Praxis heraus. Weitere Arbeitsschwerpunkte befassen sich mit der Vermeidung von Wildschäden und Raumplanungsfragen.

Beratungen, Gutachten und gesetzliche Aufgaben

Etwa ein Drittel der Arbeitskapazität des Instituts wird von Beratungen, Gutachten und gesetzlichen Aufträgen beansprucht. Das Arbeitsprogramm umfaßt zahlreiche Facharbeiten und Tarifarbeiten, wie z.B. die amtliche Mittelprüfung, deren gesetzlicher Auftrag seit 1986 besteht. Durch den EU-Beitritt Österreichs wurde eine Umstrukturierung des Pflanzenschutzdienstes nötig. Zu den bereits bestehenden Kontrollaufgaben an Importhölzern und Forstpflanzen aus Drittländern kam die Einschulung und fachliche Supervision der Kontrollorgane. Nach dem Pflanzenschutzgesetz 1995 ist die Forstliche Bundesversuchsanstalt bzw. das Institut für Forstschutz für diesen Bereich zuständig.

Öffentlichkeitsarbeit

Das Institut für Forstschutz steht in einem sehr intensiven Kontakt zur Praxis. Dies betrifft nicht nur die Forstwirtschaft, sondern die gesamte Öffentlichkeit, sofern es um den Schutz verholzter Pflanzen geht. Dieser Kontakt wird besonders in Form der Diagnosearbeit, bei der konkrete Probleme behandelt werden, aber auch durch eine periodische institutseigene Zeitschrift „Forstschutz Aktuell“, die seit 1991 erscheint, durch Informationsblätter und aktuelle Informationen im Internet gepflegt.

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Projekte und Arbeiten 1975 bis 1999

(chronologisch nach Anfangsjahren aufgelistet)

Düngung und Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge

P/IV/8
Laufzeit bis 1978, Leiter E. Donaubauer u. H. Schmutzenhofer, 1978 E. Jahn u. A. Egger

Die Annahme, daß das Nährstoffangebot in der Lage sei, die Anfälligkeit der Bäume positiv wie negativ zu beeinflussen, wurde mit Hilfe von Versuchen an Bäumen der Gattung Populus und Pinus überprüft. N-, P-, K- und NPK-Düngungsversuche wurden im Freiland, im Labor und im Glashaus durchgeführt und in Hinblick auf Pilz- und Insektenschädlinge ausgewertet. 1978 wurden überdies Versuche über die phenolischen Inhaltsstoffe in Rinden und Blättern von Pappeln und deren Einfluß auf das Pilzwachstum abgeschlossen.


Anlage von Wildäsungsflächen zur Herabsetzung der Wildschäden an den Wirtschaftsholzarten

P/IV/14
Ab 1983 P/IV/45
Laufzeit bis 1982, Leiter H. Margl

In AchenkirchTit. wurden Verbißholzarten wie z. B. Weiden für das Wild angebaut. Ziel war es, geeignete Holzarten als Ablenkungsäsung zu finden. Die Proßholzpflanzungen wurden vom Wild stark angenommen. Ab 1983 wurde die Fragestellung im Rahmen von P/IV/45 "Integrierte Wildschadensvorbeugung" behandelt.

Die Projekte P/IV/16, P/IV/1, P/IV/18, P/IV/48 und P/IV/49 werden im Abschnitt "Immissionsforschung und Forstchemie" beschrieben, der Vollständigkeit halber jedoch hier ebenfalls aufgelistet..


Untersuchungen von Rauchschäden am Wald

P/IV/16
Ab 1985 P/XI/1, P/XI/2, P/XI/3, P/XI/4, P/XI/5, P/XI/6 und P/XI/7 und P/V/19


Bestimmung der Nährstoffgehalte von Nadelproben der Düngungsversuchsflächen der Forstlichen Bundesversuchsanstalt

P/IV/18
Ab 1985 P/XI/8


Bekämpfungsversuch mit Bazillus, Viren und biotechnischen Präparaten

P/IV/29
Laufzeit 1968 bis 1976, Leiter E. Donaubauer

Verfügbare Handelspräparate wurden auf ihre Wirksamkeit gegen Schmetterlingsraupen und Blattwespenlarve überprüft. Auch der Häutungshemmer Dimilin, der in den vergangenen Jahren gegen die Roßkastanienminiermotte zum Einsatz kam, wurde getestet. Nach dem gegenwärtigen Wissensstand überwiegen bei Dimilin deutlich die Vorteile, schrieb E. Donaubauer in einem Artikel 1976. Zur Abschätzung aller Risken der Umweltgefährdung erschienen aber weitere Untersuchungen wünschenswert.

Donaubauer E., 1976, Dimilin (PH 60-40) - ein biotechnisches Insektizid, Allgemeine Forstzeitung, Wien, 87 (4), S. 108-109


Einfluß von Beschattung auf die Befallsbereitschaft von Tannen für die Tannentrieblaus

P/IV/30
Laufzeit 1968 bis 1975, Leiterin E. Jahn

Der Einfluß des Faktors Licht auf die Tannentrieblaus wurde an Pflanzungen im Freiland an Sonnen- und Schattenorten untersucht. Die Beobachtungen an Tannen ergaben während ihrer Jugendphase eine wesentlich größere Anfälligkeit für den Befall durch die Tannentrieblaus von Sonnentannen als von Schattentannen.

Jahn E., 1976, Zum Einfluß einiger Standortsfaktoren auf die Tannentrieblaus, Dreyfusia nuesslini C.B., Anzeiger für Schädlingskunde, Berlin, 49 (7), S. 97-99

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Befall der Fichte durch die Kleine Fichtenblattwespe bei Früh- und Spättreibern

P/IV/31
Fortgesetzt ab 1984 als P/IV/49
Laufzeit 1968 bis 1979, Leiter/in E. Jahn, 1979 H. Schmutzenhofer

Zwischen 1971 und 1979 wurden Versuchsflächen in Oberösterreich beobachtet und die Bekämpfung der Kleinen Fichtenblattwespe mit modernen Insektiziden erprobt. Es zeigte sich, daß Frühtreiber und extreme Spättreiber vom Blattwespenbefall bzw. von wirtschaftlich bedeutsamen Schäden verschont blieben.

Schmutzenhofer H., 1983, Zur Problematik der Bekämpfung von Dauerschädlingen wie der Kleinen Fichtenblattwespe. Exkursionsführer der Österreichischen Forsttagung in Gmunden, S. 6-8


Einsatzmöglichkeiten der "sterile male"-Technik

P/IV/32
Laufzeit 1971 bis 1975, Leiterin E. Jahn

Gemeinsam mit dem damaligen Reaktorzentrum Seibersdorf wurden Untersuchungen über die praktischen Einsatzmöglichkeiten der "Männchen-Sterilisierung" als biologische Schädlingsbekämpfung zur Verhinderung von Nonnenkalamitäten durchgeführt. Gesicherte Aussagen über das Ausmaß der populationsdynamischen Auswirkungen von sterilisierten Männchen konnten nicht gemacht werden, da die Gradation im Waldviertel zusammenbrach. Der Versuch zeigte jedoch zahlreiche positive, populationsreduzierende Indikationen.

Jahn E., Weidinger N., 1975, Versuche zum Einsatz sterilisierter Männchen, in: Jahn E., Schmutzenhofer H., Holzschuh S., Lippay H., Stefan K., Weidinger N., Zur Massenvermehrung der Nonne (Lymantria monacha L.) im Waldviertel 1964 - 1967 und der weiteren Entwicklung bis 1973, Mitteilungen der FBVA 110/1975, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, S. 82-87


Einfluß von Reizzonen für die Entstehung von Insekten-Gradationen

P/IV/33
Laufzeit 1971 bis 1975, Leiterin E. Jahn

An diversen Orten von Schädlingsauftreten sollten biophysikalische Untersuchungen klären, ob zwischen Massenvermehrungen von Schadinsekten und sogenannten Reizzonen Zusammenhänge bestehen und für die Prognose brauchbar sind. Else Jahn führte Untersuchungen zur Vitalität und Fertilität von Lymantria monacha L. durch, die günstige Auswirkungen des Aufenthalts innerhalb von "Reizzonen" und der Ernährung mit "Reizzonenfutter" zu bestätigen schienen.

Jahn E., 1975, Ergebnisse weiterer Untersuchungen zur Natur biophysikalischer Umweltverhältnisse und ihrer Wirksamkeit auf Lebensprozesse von Lymanthria monacha L., Anzeiger für Schädlingskunde, Berlin, 48 (9), S. 136-139

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Wildeinfluß und Rückgang der Tanne

P/IV/35
Laufzeit 1971 bis 1975, Leiter L. Smidt

Im Rahmen des Projekts wurden statistische Unterlagen aus verschiedenen Forstverwaltungen des Wienerwaldes über den Tannenanteil und die Wilddichte früher und gegenwärtig gesammelt.


Schadensausmaß durch Wildäsung

P/IV/36
Laufzeit 1971 bis 1979, Leiter H. Margl

Die Modellerhebung aller Schäden an Forstbäumen und an der Vegetation von Versuchsflächen in der Forstverwaltung Wegscheid/Stmk. der Österreichischen Bundesforste bestand einerseits in einer Intensiverhebung und anderseits in einer Versuchsreihe über die lokale Äsungskapazität. Aus dem gewonnenen Datenmaterial wurden für verschiedene Wildarten und Gebiete Auswertungen über die Entwicklung von Wildpopulationen durchgeführt.

Stagl W.G., 1977, Versuch einer Darstellung der Wildstandsentwicklung aufgrund von Abschußmeldungen bei Rehwild, in: Margl H., Meister K., Smidt, L., Stagl, W.G., Wenter, W., Beiträge zu Fragen der Wildstandsbewirtschaftung, Mitteilungen der FBVA 122/1977, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, S. 63-83

Stagl W.G., 1980, Telemetrische Untersuchungen über die Raumnutzung durch Rotwild in einem Gebirgsrevier der Obersteiermark, in: Waldbau unter ökologisch und wirtschaftlich extremen Bedingungen, IUFRO-Tagung Thessaloniki-Athen 1980, S. 87-97


Abbauzeit von Pestiziden

P/IV/37
Laufzeit 1971 bis 1983, Leiter/in Teil a) St. Smidt, Teil b) F. Glattes

Das Projekt bestand aus a) gaschromatographischen Untersuchungen der Abbauzeit verschiedener Pestizide, die in der Forstpraxis häufig verwendet werden und ab 1977 aus b) Untersuchungen über Einsatzmöglichkeiten biologischer Tests.

Zu dieser Frage bestätigte der Kressetest den Einfluß des Entnahmezeitpunkts und die Tauglichkeit als biologisches Nachweisverfahren.

Glattes F., 1983, Rückstände von Lindan und Hexachlorbenzol in Sägemehl, Hackgut und Rindenstücken, Centralblatt f. d. ges. Fw.,100 (4), S. 221-226

Smidt St., 1977, Über den Abbau von Malathion auf Forstpflanzen, Centralblatt f. d. ges. Fw. 94 (1), S. 49-59

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Einsatz von Polyeder-virus-Suspensionen gegen Forstschädlinge

P/IV/38
Laufzeit 1973 bis 1981, Leiter/in E. Jahn, ab 1979 H. Schmutzenhofer

Bei dem Projekt handelte es sich um die Gewinnung von Polyedervirus aus verschiedenen Organismen und Vermehrung der Pathogene für Bekämpfungsversuche gegen in Massen auftretende Forstschädlinge wie z.B. Kiefernbuschhornblattwespen oder Schwammspinner.


Lärchentriebsterben

P/IV/39
Laufzeit 1973 bis 1978, Leiter E. Donaubauer

Pilzepidemien mit Encoeliopsis laricina in Hochlagenaufforstungen in Tirol, Salzburg und der Steiermark waren der Anlaß für das Projekt, das sich mit der Verbreitung und Bedeutung des Pilzes in Hochlagenaufforstungen, der Infektionsbiologie und Epidemiologie befaßte. 1978 wurden die Arbeiten mit folgendem Ergebnis abgeschlossen: Der Pilz kommt in ganz Österreich vor, daher ist mit einem epidemischen Auftreten in Hochlagenaufforstungen zu rechnen. Lärchenaufforstungen über der aktuellen Waldgrenze sind zunehmend gefährdet. Über 2000 m SH erscheint die Lärchenkultur aussichtslos. Verschiedene Schäden in Lärchenkulturen und -beständen in Tieflagen können auf andere Ursachen zurückgeführt werden.

Arbeiten im Zusammenhang mit phänologischer und genetischer Resistenz wurden unter P/IV/41 "Vegetation und Wildäsung" fortgesetzt.


Vegetation und Wildäsung

P/IV/40
Laufzeit 1973 bis 1981, Leiter H. Margl

Unterlagen über die Äsungsqualität verschiedener Standorte wurden erstellt und die bevorzugten Äsungspflanzen bzw.-gesellschaften erhoben.

Margl H., Meister K., 1977, Vegetation inner- und außerhalb von Wildschutzzäunen, in: Margl H., Meister K., Smidt, L., Stagl, W.G., Wenter, W., Beiträge zu Fragen der Wildstandsbewirtschaftung, Mitteilungen der FBVA 122/1977, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, S. 85-96


Krankheitsresistenz von Lärche und Zirbe in Hochlagen

P/IV/41
Laufzeit 1975 bis 1990, Leiter/in a) E. Donaubauer, b) F. Glattes, ab 1980 E. Donaubauer

Untersuchungen über Resistenzunterschiede verschiedener Herkünfte gegen Epidemien durch Pilzbefall an Lärchen und Zirben und über ökologische Ursachen der Prädisposition waren das Ziel des Projekts. Nach langjähriger Beobachtung berichtete E. Donaubauer Anfang der neunziger Jahre über eine unterschiedliche Entwicklung der Befallsstärken vom Kieferntriebsterben an Zirbe und dem Triebsterben bei Lärchen. Dieses war ab den späteren sechziger Jahren über einer Seehöhe von zirka 1700 m bis Anfang der achtziger Jahre sehr heftig aufgetreten und hatte jahrelang das Absterben fast ganzer Aufforstungsflächen bewirkt. Seit 1981 zeichnete sich eine allmähliche Besserung ab; 1990 hatte das epidemische Vorkommen fast ganz aufgehört. Das Kieferntriebsterben an Zirbe wirkte zu diesem Zeitpunkt nach wie vor als limitierender Faktor der Hochlagenaufforstungen oberhalb von 1800 bis 2000 m SH, wobei sich bestimmte Standsortsfaktoren als wesentlich erwiesen.

Donaubauer E., 1994, Epidemiology of Gremmeniella abietina and G. laricina during the past 35 years in Austria, in: Capretti P. et al. (Hrsg.), Shoot and Foliage Diseases in Forest Trees, Proceedings of a Joint Meeting of the IUFRO Working Parties Canker and Shoot Blight of Conifers (S2.06.02) Foliage Diseases (S2.06.04), Vallombrosa, Firenze/Italy June 6-11,1994, S. 204-209

Tomiczek Ch., 1985, Fungal diseases in afforestations of high altitude: Experiences with Scleroderris and Larch Cancer Epidemics, in: Turner H., Tranquillini W. (Hrsg.), Establishment and Tending of Subalpine Forest: Research and Mangement, Proceedings 3rd IUFRO Workshop P1.07-00, Berichte der Eidgenössischen Anstalt für das forstliche Versuchswesen, Birmensdorf, Nr. 270, S. 221-223

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Ursachen des Kiefernsterbens im östlichen Weinviertler Hügelland

P/IV/42
Laufzeit 1980 bis 1983, Leiter Ch. Tomiczek

Ziel des Projekts war die Analyse des Ursachenkomplexes. Neben der Beobachtung der Entwicklungsdynamik des Kiefernsterbensyndroms anhand periodisch durchgeführter Vitalitätsuntersuchungen in Versuchs- und Beobachtungsflächen, befaßten sich weitere Untersuchungen mit den abiotischen Auslösefaktoren und dem beteiligten Sekundärschädlingskomplex von Pilzen, Insekten und Splintholznematoden.

Zu P/IV/42 und P/4/58

Tomiczek Ch., 1981, Kiefernsterben in Niederösterreich, in: Exkursionsführer IUFRO Direktoriumsitzung 26.4.-1.5.1981 Österreich, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, S. 13-19

Tomiczek Ch., 1981, Untersuchungen über Ausdehnung und Intensität des Kiefernsterbens mittels IR-Film, in: Österreichisches Symposium Fernerkundung, Mitteilungen der FBVA 135/1981, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, S. 135- 139

Tomiczek, Ch., 1982, Ursachen des Kiefernsterbens in Niederösterreich, Dissertation, Universität für Bodenkultur, 206 S.


Biotechnische Bekämpfung forstschädlicher Insekten

P/IV/43
Laufzeit 1980 bis 1991, Leiter H. Schmutzenhofer

Das Projekt beschäftigte sich mit der Entwicklung von Alternativmethoden zu chemischen Pflanzenschutzmitteln, mit der Überwachung von Schädlingen und mit

Applikationsversuchen verschiedener biotechnischer Präparate, z.B. Pheromone, vor allem gegen Borkenkäfer und Nonne. Ab 1981 wurde das Projekt in diverse Teilprojekte unterteilt. Die wesentlichsten Arbeiten im Rahmen des Projekts blieben Untersuchungen über die Auswirkungen von Sexuallockstoffen auf Nonne und Borkenkäfer. Dabei wurde auch die in der Landwirtschaft zeitweise angewendete Verwirrtechnik (mating disruption) bei Lymantria monacha mit dem Lockstoff Disparlure ausgetestet. Außerdem wurde ein Nonnenüberwachungssystem mit Pheromon beköderten Leimfallen im Waldviertel und anfänglich auch in anderen österreichischen Waldbeständen installiert. Mit Hilfe dieser Tafeln werden nach wie vor die Fangzahlen der männlichen Nonnen von der FBVA erhoben (siehe F/4/3c "Maßnahmen zur Bekämpfung der Roßkastanienminiermotte Cameraria ohridella"). Die Möglichkeiten und Gefahren bei den Anwendungen von Pheromonfallen für Borkenkäfer waren ein weiterer Schwerpunkt dieses Projekts.

Ergebnisse des Teilprojekts "Anlockungsversuche von nadelholzbrütenden Borkenkäfern " wurden 1984 im Merkblatt "Gefahr durch Borkenkäfer, Überwachung, Vorbeugung, Bekämpfung" publiziert, Neuauflagen gab es 1988 und 1992. Auch zwei Informationsdienste der FBVA sowie ein weiteres Merkblatt "Borkenkäfer - Gefahr nach Sturmschäden" übermittelten Ergebnisse an die forstliche Praxis.

Egger A., Brandl J.,1986, Einsatz von Sexualduftstoffallen zur Nonnenkontrolle, Informationsdienst der Forstlichen Bundesversuchsanstalt, Nr. 231, Allgemeine Forstzeitung, Wien, 97 (1), S.13-19

Egger A., Donaubauer E., Ferenczy J., 1980, Fangergebnisse mit verschiedenen Lockstoff-Fallen gegen den Buchdrucker (Ips typographus), Informationsdienst der Forstlichen Bundesversuchsanstalt, Nr. 193, Allgemeine Forstzeitung, Wien, 91 (6), S. 159-162

Schmutzenhofer H., 1984, Gefahr durch Borkenkäfer, Forstschutz-Merkblätter Nr. 5, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, Institut für Forstschutz, 15 S. (Neuauflage 1988, Nr. 5a, 19 S., 1992 Nr. 5c 18 S.)

Schmutzenhofer H., 1992, Borkenkäfergefahr nach Sturmschäden, Forstschutz-Merkblätter Nr. 7c, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, Institut für Forstschutz, 11 S.


Splintholznematoden als Forstschädlinge und deren Vektoren

P/IV/44
Ab 1990 teilweise zu P/IV/58
Laufzeit 1982 bis 1990, Leiter H. Schmutzenhofer

Da zwischen der Infektion von Nadelbaumarten mit Splintholznematoden und Baumsterben ein Zusammenhang vermutet wurde, untersuchte man verschiedene Koniferen auf das Vorhandensein von Nematoden. Die Pathogenität von Nematoden wurde mittels Überimpfungsversuchen überprüft. Ab 1990 wurde das Projekt aus zeitlichen Gründen ausgesetzt, da der Projektleiter die Leitung des IUFRO-Sekretariats übernahm. Einen Teil der Fragestellungen wurden von P/IV/58 "Splintholzbewohnende und mykorrhizapathogene Nematoden als Forstschädlinge" übernommen.


Integrierte Wildschadensvorbeugung

P/IV/45
Vor 1982 P/IV/14, ab 1994 P/4/45
Laufzeit 1982 bis a) 1991, b) 1995, Leiter E. Donaubauer, ab 1992 W. G.Stagl

In Achenkirch/Tirol und in der Forstverwaltung Aflenz/Stmk. wurden Versuchsgebiete eingerichtet und Weidenversuchsflächen für die Untersuchung auf ihre Eignung als Proßholz angelegt. Das Teilprojekt P/IV/45a "Ablenkungsäsung und Äsungsverbesserung" wurde 1991 mit einem FBVA-Bericht "Weiden als Proßhölzer zur Äsungsverbesserung" abgeschlossen. Dabei wurden Weiden in bereits bestehende Kulturen eingebracht. Sie sollten als Verbißholz und Bodenverbesserer dienen, um später von den Nutzhölzern ausgedunkelt zu werden. Die Eigenschaften von über 30 Arten und Kultivaren, die in Österreich erhältlich sind, wurden hinsichtlich ihrer Eignung als Verbißholz, ihrer Produktionsleistung und Frosthärte sowie des Anwuchserfolges geprüft. Aus diesen Ergebnissen konnten mit Einbeziehung der Standortsansprüche Empfehlungen an die Praxis aufgelistet werden.

Das Teilprojekt P/IV/45b (ab 1994 P/4/45) "Äsungsversuchsflächen: Einsaat von Verbißpflanzen (Gehölzen in Forstkulturen)" zeigte nach zehn Beobachtungsjahren auch unerwartete Ergebnisse. So waren die Einsaaten durch die Mauspopulationen wie oftmals auch „Sprengmasten“ in der Natur innerhalb eines Jahres nahezu restlos aufgefressen worden. Forstlich erwünschte und eingebrachte Baumarten wie Fichte und Lärche, teilweise auch Tanne waren in den Zäunen von der wegen fehlenden Verbisses vitaleren Konkurrenzvegetation weitgehend ausgedunkelt worden, ein Teil war bereits abgestorben. Die Baumartenzusammensetzung der Verjüngung war nach dieser Beobachtungszeit außerhalb des Zaunes artenreicher als innerhalb.

Stagl W.G., Hacker, R., 1991, Weiden als Proßhölzer zur Äsungsverbesserung, FBVA-Berichte 58/1991, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, 54 S.

Stagl W.G., Tiefnig K., Gruber F., 1996, Integrierte Wildschadensvorbeugung - Äsungsversuchsflächen: Einsaat von Verbißpflanzen (Gehölzen in Forstkulturen), Abschlußbericht, Forstliche Bundesversuchsanstalt Wien, Institut für Forstschutz, 12 S.

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Wald-Wild-Staatsvertrag

P/IV/46
Laufzeit 1982 bis 1990, Leiter W.G. Stagl

Im Zusammenhang mit einem Staatsvertrag zwischen dem Bund und dem Land Kärnten zur Sicherung eines ausgewogenen Verhältnisses von Wald und Wild wurde ein "Trakterhebungsverfahren" erarbeitet. Dieses standardisierte Verfahren, das in Abänderungen und Anpassungen von einigen Bundesländern Österreichs, aber auch in Deutschland übernommen wurde, ist konzipiert, um den Wildeinfluß auf die Vegetation objektiv und nachvollziehbar zu dokumentieren und bei Vergleich der Aufnahmen mehrerer Jahre Entwicklungen abzuleiten und Prognosen zu erstellen. In Kärnten wurden elf Trakte angelegt und über fünf Jahre aufgenommen. Mit ihrer Hilfe konnte lokal nicht nur der Trend zur Verfichtung belegt, sondern auch das Verschwinden der Mischbaumarten nachvollziehbar dargestellt werden, wie auch in anderen Revieren das Funktionieren forstlicher und jagdlicher Maßnahmen. Darüberhinaus helfen diese Methoden, die Ergebnisse der Forstinventur für kleinere Räume wie Jagdreviere zu relativieren und ergänzen.

Stagl W.G., 1984, Eine Methode, den Einfluß des Wildes auf den Wald erfassen können - Trakterhebung, Centralblatt f. d. ges. Fw., Wien, 101 (4), S. 169-180

Stagl W.G., 1992, Auswertung der "Trakte" zum Staatsvertrag, "Vereinbarung zwischen Bund und dem Land Kärnten über gemeinsame Maßnahmen zur Sicherung eines ausgewogenen Verhältnisses von Wald und Wild", FBVA-Berichte 61/1992, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, 62 S.


Untersuchung saurer Niederschläge in Immissionsgebieten

P/IV/47
Ab 1985 P/XI/9

Das Projekt wird unter "Immissionsforschung und Forstchemie" beschrieben.


Schwermetallkonzentrationen in Forstpflanzen

P/IV/48
Ab 1985 P/XI/10

Das Projekt wird unter "Immissionsforschung und Forstchemie" beschrieben.


Integrierte Maßnahmen gegen die Kleine Fichtenblattwespe

P/IV/49, ab1994 P/4/49
Laufzeit 1984 bis 1996, Leiter A. Egger, ab 1993 H. Krehan

Dieses Projekt des Instituts für Forstschutz war eine Fortsetzung von P/IV/31 "Befall der Fichte durch die Kleine Fichtenblattwespe bei Früh- und Spättreibern". Es beschäftigte sich vorwiegend mit dem Einsatz von Waldameisen, z.B. Formica polictena Foerst., zur Bekämpfung der Kleinen Fichtenblattwespe, die seit den sechziger Jahren in Fichtenforsten des oberösterreichischen Alpenvorlands als Dauerschädling tätig ist. Ab 1985 wurden künstliche Ableger der hügelbauenden Formica polictena Foerst. gebildet. Diese Ameisenart ist ein Relikt der natürlichen Eichen-Buchen-Mischwälderbestände dieser Region und kann sich in Fichtenforsten zu überstarken Völkern entwickeln. Innerhalb der Larvenfraßperiode vom 20.5. bis 24.6.1985 erbeutete z.B. ein starkes Ameisenvolk rund 1 Million Fichtenblattwespenlarven. Man schloß daraus, daß bei guten Bedingungen ein Ameisenvolk je nach vorhandener Larvendichte 0,7 bis 2 ha Fichtenwald kontrollieren kann. In weiterer Folge wurden aviochemisch behandelte Fichtenbestände mit solchen verglichen, die eine große Ameisenbevölkerung aufweisen. Der Befallsdruck der Fichtenblattwespen im letzteren Gebiet erwies sich auf Dauer gesehen als geringer.

A. Egger betreute bis zu seiner Pensionierung die Ameisenversuchsflächen in Oberösterreich wissenschaftlich und ergänzte sie mit Vogelnistkästen. Seine Erfahrungen mit dieser Variante der biologischen Schädlingsbekämpfung gab er in einem Forstschutz-Merkblatt und in zahlreichen Vorträgen und Demonstrationen an die Praxis weiter. Nach Eggers Pensionierung, ab 1992, wurde nur mehr die Versuchsfläche Breitenau wissenschaftlich betreut. Die künstlich eingebrachten Ameisenableger und Vogelnistkästen wurden bis 1996 auf ihre reduzierende Funktion in bezug auf die Kleine Fichtenblattwespe untersucht. Nach 12 Jahren Untersuchungstätigkeit übergab die FBVA schließlich 1995 die Betreuung der Ameisen der Versuchsfläche Breitenau an lokale Schulen und beendete das Projekt.

Brandstetter M., 1995, Ameisenhege - Teil eines integrierten Forstschutzprojekts gegen die Kleine Fichtenblattwespe, Forstschutz-Aktuell, Wien, Nr.16, S. 5-6

Egger A., 1989, Zur Wirkung und Nachhaltigkeit chemischer und biologischer Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Kleine Fichtenblattwespe (Phristiphora abietina christ.), Centralblatt f. d. ges. Fw., Wien, 106 (2), S. 63-77

Egger A., 1991, Waldameisen, Merkmale - Lebensweise - künstliche Vermehrung, Forstschutz-Merkblätter Nr. 9, Forstliche Bundesversuchsanstalt Wien, 2. Auflage 1991, 59 S.

Pfister A., 1997, Vogelnistkastenerfolgskontrolle nach einer Revision 1993, Forstschutz-Aktuell, Wien, Nr. 19/29, S. 22-24

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Luftverunreinigungen und Krankheiten

P/IV/50, ab 1994 P/4/50
Laufzeit 1984 bis 1995, Leiter E. Donaubauer, ab 1992 H. Krehan

Das Projekt begann mit der Diagnose von Infektionskrankheiten in und außerhalb von Immissionszonen und Inokulationsversuchen an begasten und unbegasten Pflanzen. In weiterer Folge wurden forstpathologische Sondererhebungen im Rahmen der Waldzustandsinventur und des Österreichischen Waldschaden-Beobachtungssystems (G7) sowie Mitarbeiten bei den Gemeinschaftsprojekten G3 "Höhenprofile Achenkirch" und G5 "Gleinalm" im Rahmen des Projekts durchgeführt. Untersuchungen der Wurzelfäule im Gleinalm-Gebiet, von Krankheiten und Schädlingen der Buche, eine Chrysomyxa-Streifentaxation im Zillertal und Vitalitätsmessungen an durch Hagelschlag schwer geschädigten Fichten und Kiefern im Gurktal 1994 sind einige Teilarbeiten von P/IV/50, die in zahlreichen Publikationen dokumentiert wurden.

Bei der Präsentation von Ergebnissen warnte E. Donaubauer immer wieder davor, makroskopisch und von der Ferne erkennbare Schadenssymptome - wie Verlichtungserscheinungen der Baumkrone - ohne genaue wissenschaftliche Untersuchung einer einzigen Ursache zuzuordnen. So wirkten seiner Meinung nach starke Frostschäden und die Durchseuchung der österreichischen Wälder mit Wurzelfäulen als prädisponierende Faktoren für das Waldschadenssydrom.

Forstpathologische Sondererhebungen im Rahmen des WBS

Auch die von H. Krehan von 1988 bis 1992 an 180 überdurchschnittlich verlichteten Bäumen auf Probeflächen des WBS durchgeführten forstpathologischen Sondererhebungen erwiesen Fäulen als Hauptschadfaktoren für ausgeprägte Kronenverlichtungen. Sie sind die Folge von Stamm- und Wurzelverletzungen durch Steinschlag, Holzfällung, Rückung, Schälung und Viehtritt im Zuge der Waldweide. Verlichtungssymptome traten auch durch Sturm, Hagel, Fraß- und Saugschäden infolge Insekten und anderer Arthropoden sowie extremen Standortsbedingungen auf. Nur bei 15 % der Probeflächen konnte keine Ursache für den schlechten Kronenzustand festgestellt werden. Ein Zusammenhang zwischen häufigem Vorkommen von überdurchschnittlich verlichteten Bäumen und den Standorten mit erhöhter Ozonkonzentration oder erhöhtem Schwefeleintrag in die Nadeln - beides wurde im Rahmen anderer Untersuchungen erhoben - konnte nicht festgestellt werden, auch kein vermehrtes Auftreten von Schädlingen und Krankheiten auf solcherart belasteten Flächen

Donaubauer E., 1985, Zur Schadstoffbelastung im Gebirgswald, Österreichische Forstzeitung, Wien, 96 (10), S. 266-267

Donaubauer E., 1989, Forstschädlings- und Waldkrankheitssituation 1989 in Österreich, Allgemeine Forstzeitschrift, München, 14, S. 355-357

Krehan H., 1992, Ergebnisse forstpathologischer Untersuchungen, Inwieweit können Kronenverlichtungen mit biotischen und abiotischen Schadfaktoren erklärt werden?, in: Österreichisches Waldschaden-Beobachtungssystem. Beiträge zum WBS-Seminar vom 23. April 1992, FBVA-Berichte 71/1992, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, S. 85-92

Krehan H., 1996, Hagelschadenserhebungen im Kärntner Gurktal, Forstschutz Aktuell, Wien, Nr. 17/18, S. 19-22


Eignung von Wintergattern als Forstschutzmaßnahme

P/IV/51
Laufzeit 1985 bis 1987, Leiter W.G. Stagl

Wintergatter wurden in Rotwild-Problemgebieten als Instrument zur Senkung von Wildschäden propagiert und errichtet. Die Wildschadenserhebungen der Österreichischen Forstinventur zeigten aber gerade in Rotwildlebensräumen mit Wintergattern eher ein Ansteigen der Schäden. Es wurden daher zusammenhängende Gruppen von Inventurtrakten gesucht, auf denen wenig oder keine Wildschäden indiziert worden sind, die jedoch innerhalb von stark wildbelasteten Gebieten liegen, um einen Zusammenhang mit der Wildbewirtschaftung zu finden. Die Flächen mit scheinbar geringeren Wildschäden erwiesen sich jedoch als Zufall innerhalb der statistischen Variation; im Gegenteil, es konnten keine Anhaltspunkte einer positiven Wirkung der Wintergatter auf die Forstvegetation festgestellt werden. Die wenigsten der aufgesuchten Gatter kamen den Ansprüchen des Rotwildes hinsichtlich Requisiten, Kleinklima oder sozialen Bedürfnissen entgegen, die meisten waren viel zu klein und zu dicht besetzt.

Stagl W.G., 1998, Eignung von Wintergattern als Forstschutzmaßnahme, Interner Abschlußbericht, 4 S.


Die Bedeutung des Kiefernstangenrüsslers, Pissodes piniphilus, und anderer Insekten als Krankheitsüberträger bei Weißkiefer

P/IV/52
Laufzeit 1985 bis 1989, Leiter H. Schmutzenhofer

Die Verbreitung des Kiefernstangenrüsslers wurde in Kiefergebieten nördlich der Donau untersucht und seine Präsenz auf allen Untersuchungsflächen im Kiefernsterbensgebiet nachgewiesen. Eine Brutbaumdisposition ist dann gegeben, wenn die Wirtsbaumart sichtbar geschwächt ist. Die Untersuchungen ergaben, daß die gesamte Population von P. piniphilus, sowohl aus Zuchten wie die im Freiland gesammelten Exemplare, dicht mit Nematoden belegt war. Als Vektoren zur Krankheitsübertragung wurden Bläuepilze (Ceratocystis) vermutet. Es gelang aber nicht, diese im Labor zu isolieren, obgleich sie in Holzproben sichtbar waren.

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Untersuchung immissionsgeschädigter Fichtenbestände auf Dispositionserhöhung für Vermehrungen von Fichtenborkenkäfern

P/IV/53
Laufzeit 1985 bis 1991, Leiter H. Schmutzenhofer

In Gainfarn, Revier Merkenstein /NÖ, wurde an verschiedenen immissionsbelasteten Fichten nach einer Vitalitätsansprache eine Versuchsanlage zur Bruterfolgsbewertung von künstlich angesetzten Ips typographus eingerichtet. Eine Zwischenbilanz 1989 ließ die Hypothese zu, daß Bestände auf trockeneren Standorten stärker von Borkenkäferbefall gefährdet sind als stärker immissionsbelastete Bestände.


Unterschied zwischen Wildbewirtschaftungsfläche und tatsächlichem Lebensraum

P/IV/54
Laufzeit 1985 bis 1988, Leiter W.G. Stagl

Untersuchungen im Raum Biedermannsdorf/NÖ ergaben, daß durch den industriellen und sonstigen menschlichen Landverbrauch in den vergangenen 25 Jahren dem Flugwild 2 % der ursprünglichen Jagdfläche zur Gänze und 3,2 % weitgehend als Lebensraum verloren gingen, der Flächenverlust für Rehe und Hase betrug 8 %. Weitere Untersuchungen im Naßfeld/Ktn. und im Zillertal/Tir. wurden von der Universität für Bodenkultur durchgeführt.

Karte "Rotwild"

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Pathologische Veränderungen von Baumwurzeln

P/IV/55, ab 1994 P/4/55
Laufzeit 1986 bis 1994, Leiter Ch. Tomiczek

Im Zentrum des Projekts standen Zusammenhänge zwischen Schäden im Wurzelbereich und Schädigungssymptomen im Stamm- und Kronenbereich. Vorwiegend wurden Fichten untersucht, aber auch andere Baumarten, wie Eichen. Die Untersuchungen bestätigten den engen Zusammenhang zwischen Schadeinflüssen im Wurzelbereich und der Ausbildung unterschiedlicher Schadenssymptome an oberirdischen Pflanzenteilen. So konnte an mehr als 300 windgeworfenen Bäumen nachgewiesen werden, daß die Anzahl der Fäuleprozente im Wurzelbereich mit der Anzahl der Nadeljahrgänge negativ korrelierte. Conditiometeruntersuchungen - dabei wird der elektrische Widerstand in den Saftleitbahnen und im Kambium bestimmt - zeigten, daß mit zunehmendem Fäulegrad der Wurzeln bzw. des Stammes die Splintholzbreiten sowie der Wassersättigungsgrad des Splintes deutlich abnehmen und somit die Versorgung des Baumes mit Wasser und Nährsalzen deutlich beeinträchtigt wird. Die Ergebnisse des Projekts ließen vermuten, daß latenter Wurzelfäulebefall eine Erklärung für schlechte Kronenzustände in bestimmten Gebieten darstellen. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit wurde mit zahlreichen Publikationen und Vorträgen der forstlichen Praxis vermittelt.

Dimitri L., Tomiczek C., 1998, Impact, Control and Management of Heterobasidion annosum Root and Butt Rot in Europe and North America. 19. Germany and Austria, in: Woodward, S. u.a. (Hrsg.) / Heterobasidion annosum. Biology, Ecology, Impact and Control, Wallingford, CABI, S. 355-368

Tomiczek Ch., 1991, Wurzel- und Stammfäulen - eine mögliche Ursache von Nährelementmangel in Fichtennadeln, GSF-Bericht 24/91, S. 559-566

Tomiczek Ch., 1995, Nutrient deficiency of spruce needles caused by root and butt rots - a factor in forest decline, 70. ISA-Konferenz in Halifax, Kanada, 14.-16.8.1994, Journal of Arboriculture, Vol. 21, (3), S. 113-17

Tomiczek Ch., Marcu Gh., 1989, Der Einfluß von Klimastreßfaktoren auf das Eichensterben in Österreich, FIW-Forschungsberichte, Wien, (1), 112 S.


Pilzflora in Baumkronen

P/IV/56, ab 1994 P/4/56
Laufzeit 1986 bis 1994, Leiter Th. Cech

Das makroskopische Erscheinungsbild von Baumkronen wird unter anderem durch das Vorkommen pathogener Pilze, die sekundär oder primär auftreten können, geprägt. Zahlreiche Untersuchungen dienten dazu, die beteiligten Arten der Pilzflora und ihre Rolle bei der Erkrankung der Bäume zu klären. Besonderes Augenmerk schenkte man kränkelnden Eichen an Standorten in Niederösterreich und dem Burgenland, vergilbten Fichten, vor allem im Waldschadensgebiet Glein, und von Kiefernschütte befallenen Kiefern an diversen Standorten in Ostösterreich. Auch der Pilzbefall von Christbaumkulturen und Lärchen wurde untersucht.

In einem Informationsdienst der FBVA zum "Eichensterben in Ostösterreich" wurde der Pilzbefall der Eichen in den betroffenen Gebieten beschrieben. Aus dem Krankheitsverlauf schloß man, daß die primäre Ursache für den schlechten Zustand der Bäume aber nicht, wie mehrfach vermutet, im Befall des Leitungsystems durch Tracheomykose-Pilze, sondern im Wurzelbereich zu suchen sei. Bei Fichten wurde der Rostpilz Pucciniastrum areolatum erstmals in Österreich als Primärverursacher von Triebsterben nachgewiesen. Bei Kiefern ging man u.a. den Verursachern des Kiefernsterbens nach, das ab 1991 Schwarz- und Weißkiefern im Marchfeld und im Kamptal befiel. 1992 wurde der Nachweis erbracht, daß Sphaeropsis sapinea das Absterben von Zweigen und Ästen der Schwarzkiefer verursacht. Dies wurde auch durch rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen bestätigt. Das Projekt lieferte Themen für mehrere Diplomarbeiten an der Universität für Bodenkultur.

Cech Th., 1995, Epidemic occurence of Sphaeropsis sapinea in Eastern Austria, in: Shoot and Foliage Diseases in Forest Trees, Proceedings of a Joint Meeting of the Working Parties "Canker and Shoot Blight of Conifers, Foliage Diseases", Firenze, S. 263-269

Cech Th., Perny B., 1995, Über Pucciniastrum areolatum (Alb. Et. Schw.) Liro (Uredinales) im Zusammenhang mit Wipfelschäden an Jungfichten (Picea abies (L.) Karst.), in: Cech Th., Perny B., Donaubauer E., Wipfelsterben an Jungfichten in Österreich und beteiligte Mikropilze, FBVA-Berichte 88/1995, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, S. 5-27

Cech Th., Tomiczek Ch., 1986, Erste Erkenntnisse zum Eichensterben in Ostösterreich, Informationsdienst der Forstlichen Bundesversuchsanstalt Nr. 235, Allgemeine Forstzeitung, Wien, 97 (10), S. 309


Loranthus europaeus Jacq. (Eichenriemenblume)

F/IV/1
Laufzeit 1986 bis 1988, Leiter E. Donaubauer

Das Thema wird seit 1977 und auch nach 1988 bearbeitet, zwischen 1986 und 1988 setzte man aber in den Eichenmittelwäldern Ostösterreichs mit Hilfe von Herbiziden und mechanischer Beseitigung besondere Bemühungen, um der Eichenriemenblume oder Eichenmistel Herr zu werden. Die Arbeiten fanden in einer Diplomarbeit am Institut für Forstschutz und Forstentomologie ihren Niederschlag.

Donaubauer E., Ferenczy J., 1982, Zur Bekämpfung der Eichenmistel (Loranthus europaeus L.), in: Der Eichenmistelbefall im Weinviertel, Dr. Ferdinand Graf Abensperg und Traun - Forschungsauftrag, Österreichischer Agrarverlag, Wien, S. 245-262

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Amtliche Mittelprüfung

T/IV/1

Ständige Einrichtung ab 1986, Leiter A. Egger, ab 1992 Th. Cech, ab 1994 Ch. Tomiczek, H. Krehan, B. Perny


Diagnose von Proben auf Schadursachen und aktuelles Auftreten von Forstschäden

Bis 1991: Diagnose von Proben auf Schadursachen

T/IV/2

Ständige Einrichtung, Leiter E. Donaubauer, ab 1996 Ch. Tomiczek


Mikroskopisch kleine Arthropoden und ihr Einfluß auf Pflanzengewebe

P/IV/57, ab 1994 P/4/57
Laufzeit 1989 bis 1994, Leiter Th. Cech

Koniferennadeln zeigen an der Oberfläche sowie im Nadelgewebe verschiedene, oft mikroskopisch kleine Krankheitssymptome, deren Auslöser meist nicht genau bekannt sind. Die Rolle der biotischen Verursacher derartiger Erscheinungen sollte im Rahmen des Projekts geklärt werden, und zwar die beteiligten Arten, deren Populationsdichte, Schädigungsmechanismen und ihre Funktion als Vektoren für Krankheiten. Konkret handelte es sich um Untersuchungen von freilebenden Gallmilben an Koniferennadeln, stereomikroskopische Analysen von Mikrosymptomen in Achenkirch/Tir. und als Vorarbeit dazu um differentialdiagnostische Erhebungen an 69 Altfichten in Achenkirch, an denen durch andere Forschungsgruppen zusätzlich verschiedene chemische und physiologische Analysen durchgeführt wurden. 27 biotische und abiotische Faktoren wurden mit dem Ziel der Zuordnung von Symptomen zu Streßursachen überprüft. Die Ergebnisse zeigten, daß an den tiefer gelegenen Probeflächen mechanische Verletzungen durch Sturm und Hagelschlag sichtbare Kronenauflichtungen zur Folge hatten, an höher gelegenen Standorten durch Arthropoden verursachte Punktnekrosen der Nadeln im Vordergrund standen.

Cech Th., 1995, Differentialdiagnostische Untersuchungen an Fichtenästen in Achenkirch, in: Cech Th., Tomiczek Ch., Forstpathologische Erhebungen im Gebiet Achental, FBVA-Berichte 86/1995, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, S. 5-36


Splintholzbewohnende und mykorrhizapathogene Nematoden als Forstschädlinge

P/IV/58, ab 1994 P/4/58
Laufzeit 1989 bis 1994, Leiter Ch. Tomiczek

Laub- und Nadelholzarten wurden auf das Vorhandensein splintholzbewohnender und frei im Waldboden lebender mykorrhizapathogener Nematoden hin untersucht, weiters wurden Pathogenitätstestungen in Klimakammern und im Freiland sowie Versuche zur Nematodenzucht auf künstlichen Nährmedien durchgeführt.

Was die mykorrhizapathogenen Nematoden anlangt, so bestätigten die Untersuchungen, daß, zumindest in bezug auf das Waldsterben im Gleinalmgebiet, ektoparasitäre(2) Nematoden der Gattung Aphelenchoides die Mykorrhizaschäden im Feinwurzelbereich der untersuchten Fichten verursachen. (Siehe dazu auch Berichte und Publikationen zu Gemeinschaftsprojekt G5 "Gleinalm".)

Betreffend Splintholznematoden erwies sich, daß diese an verschiedenen Baumkrankheiten in Österreich beteiligt sind. So wurden hohe Belagsdichten von Nematoden der Gattung Bursaphelenchus beim Eichensterben, Kiefern- und Tannensterben festgestellt. Während Schmutzenhofer (siehe auch P/IV/44 "Splintholznematoden als Forstschädlinge und deren Vektoren") 1981 Tannensämlinge mittels Nematodeninokulation abtöten konnte, gelang dies bei Kiefer und Eiche unter standardisierten Laborbedingungen ohne Zusatzstreß bisher noch nicht. Vektoren für Nematoden sind verschiedene Käferarten. Nematoden ihrerseits fungieren als Vektoren für Pilzsporen und Viren.

Tomiczek Ch., 1988, Über das Auftreten von Splintholznematoden in erkrankten Eichenbeständen Österreichs, Anzeiger für Schädlingskunde - Pflanzenschutz - Umweltschutz, Berlin, 61 (7), S. 121-122

Tomiczek Ch., 1993, Untersuchungen über Eichenerkrankungen in Österreich, Rundgespräche der Kommission für Ökologie, Bd. 5 "Zustand und Gefährdung der Laubwälder", München, S. 81-84

Tomiczek Ch., 1997, Welche Gefahr droht uns durch Splintholznematoden der Gattung Bursaphelenchus? Forstschutz-Aktuell, Wien, (19/20): S. 18-19.

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Veränderungen von Wildschadenssituationen durch wesentliche Änderungen der Wildbewirtschaftung

P/IV/59, ab 1994 P/4/59
Laufzeit 1989 bis 2000, Leiter W.G. Stagl

Das Projekt geht den Einflüssen nach, die neue Jagdgesetze mit zum Teil starken Eingriffen in die traditionelle Wildbewirtschaftung auf Wildschäden und deren Verläßlichkeit als objektiver Indikator eines tragbaren Wildstandes haben. Für die Fallstudien wurden Gebiete ausgewählt, in denen der Unterschied zwischen traditionell bejagter und wildverdünnter Waldfläche in der Vegetation erfaßbar ist und der Wildeinfluß auf Bestandesbegründung und Entwicklung dokumentiert werden kann. In einer Publikation analysierte Stagl verschiedene methodische Ansätze bzw. Verfahren zur Beantwortung der Fragestellung.

Stagl W.G., 1990, Beurteilung der Tragbarkeit von Wildständen nach dem gegenwärtigen Traktverfahren, Tagungsbericht, IUFRO-Symposium (S1.08-03, Regionalplanungskonzepte für eine forstlich integrierte Schalenwildbewirtschaftung im Hoch- und Mittelgebirge, 27.-29.Juli 1989, Salzburg, BOKU-Berichte zur Wildtierforschung und Wildbewirtschaftung, Wien, 1, S. 251-259


Abgrenzung der durch Wirbeltiere verursachten Vegetationsschäden in Waldweidegebieten

Bis 1991: Erhebungen zur Abgrenzung der Einflüsse der Waldweide gegenüber anderen, durch Wirbeltiere verursachten Forstschäden/Weideschäden am Wald

P/IV/60, ab 1994 P/4/60
Laufzeit 1991 bis 2002, Leiter W.G. Stagl

Ein erheblicher Teil der österreichischen Wälder weist eine starke Weidebelastung auf, deren Auswirkungen auf Forstpflanzen oft mit Wildschäden verwechselt werden. Im Rahmen des Projekts werden Schäden von Weidevieh inklusive Schafen und Ziegen von Wildschäden abgegrenzt und ihre forstlichen Auswirkungen erhoben.


Einwirkungsmechanismen von biotischen und abiotischen Schadfaktoren auf Laubbäume - Art- und/oder schadensspezifische Reaktionen der Pflanze (Symptome)

P/IV/61, ab 1994 P/4/61
Laufzeit 1991 bis 1996, Leiter H. Krehan

Bei dem Projekt handelte es sich um den Versuch, die im Rahmen der Waldzustandsinventur (WZI) und des Waldschadenbeobachtungssystems (WBS) erhobenen unspezifischen Kronenverlichtungen bestimmten, häufig auftretenden Schadursachen zuzuordnen und diverse Methoden der Schadensdiagnose und Therapie zu erproben. Ein Teil der Arbeit widmete sich Eichenversuchsflächen in niederösterreichischen und burgenländischen Erkrankungsgebieten und Buchenprobeflächen in Niederösterreich. Hier ging man davon aus, daß der schlechte Kronenzustand die Folge von Schädlingsbefall oder Pilzinfektionen sein könnte und erprobte ein neuartiges Injektionsverfahren zur Diagnose und Bekämpfung. Eine eindeutige positive Reaktion blieb aus, wenn auch keine Verschlechterung des Zustandes mehr eintrat.

Der zweite Teil der Arbeit beschäftigte sich mit Buchenprobebäumen des Höhenprofils Achenkirch, in dessen Rahmen Streßfaktoren und Streßfolgen für Gebirgswälder erhoben werden. Von 1991 bis 1993 wurde eine Reihe forstpathologischer Differentialdiagnosen mit Hilfe von Baumsteigern in regelmäßigen Abständen an den Probebäumen durchgeführt. Diese Untersuchungsergebnisse wurden den gleichzeitig erhobenen Vitalitätsparametern relativer Chlorophyllgehalt, elektrischer Widerstand im Leitungsgewebe und der Entwicklung des Kronenzustands gegenübergestellt. Eine deutliche Zustandsveränderung trat in den Untersuchungsjahren nicht ein (siehe auch G3 "Höhenprofile Achenkirch").

Einige Ergebnisse der Untersuchung flossen in die Broschüre "WaldesWert - Der Wert des Waldes für die Gesellschaft -, Abschnitt: Schäden am Wald, Waldwerte in Gefahr?" des Österreichischen Forstvereins ein.

Krehan H., 1991, Neues Meßgerät zur einfachen Bestimmung des Chlorophyllgehaltes in Blättern und Nadeln, Forstschutz Aktuell, Wien, 7, S. 7-8

Krehan H., 1996, Schäden am Wald - Waldwerte in Gefahr, in: Österreichischer Forstverein: WaldesWert. Der Wert des Waldes für die Gesellschaft, 1. Auflage, Wien, S. 78-83

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Revision von europäischen Borkenkäfergattungen

P/IV/62, ab 1994 P/4/62
Laufzeit 1992 bis 1997, Leiter C. Holzschuh

Hier handelte es sich darum, schwer zu trennende Arten von Borkenkäfern einander gegenüberzustellen, Merkmale mittels Rasterelektronenmikroskop sichtbar zu machen und bei Problemarten die Synonymie abzuklären sowie eingeschleppte Arten in Bestimmungstabellen einzubauen. Behandelt wurden die Arten Xyleborinus saxesenii (Ratzeburg) und X.alni (Niisima), Crypturgus cinereus (Herbst) und C. subcribrosus Eggers, Polygraphus poligraphus (Linne) und P. subopacus Thomson, Orthotomicus robustus (Knotek) und Orthotomicus tridentatus Eggers, Hylesinus varius (Fabricius) und H. orni Fuchs und die Gattung Trypodendron.

Holzschuh C., 1997, Forschungsbericht des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft 1997, Institut für Forstschutz, Abschlußberichte, Wien, S. 184-185


Wildökologische Beurteilung von Rotwildregionen

P/IV/63, ab 1994 P/4/63
Laufzeit 1993 bis 1998, Leiter K. Tiefnig

Die wildökologische Interpretation von Aufnahmedaten der Österreichischen Waldinventur, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung und Ursache von Schälschäden, ergab eine Vielzahl von Dispositions-Faktoren wie überhöhte Schalenwildbestände, lokale Wildkonzentration, Fütterungsfehler, Wartezimmereffekte infolge Beunruhigung, meist in Kombination mit Kahlschlagwirtschaft und Monokulturen, Mißverhältnisse zwischen Einstand und Äsung usw. Eine gebietsspezifische Zuordnung war lediglich in der Häufigkeit der einzelnen Merkmale erkennbar.

Tiefnig K., 1997, Schalenwildraumplanung als Beitrag zur Wildschadensvermeidung, Tagungsbericht zur Arbeitssitzung der Kommission "Großwild Europa-Asien" über Schäden durch Rotwild am 13. /14. Februar 1977 in Salzburg, 14 S.

Tiefnig K.,1997, Wildökologische Untersuchungen mittels Wärmebildkamera, Forstschutz Aktuell, Wien, Nr. 19/20, S. 27-30


Populationsgenetische und morphologische Untersuchungen von an Nadelhölzern lebenden Borkenkäfern der Gattung Ips

P/IV/64, ab 1994 P/4/64
Laufzeit 1993 bis 1998, Leiter B. Perny

Von 1993 bis 1996 widmete sich das Projekt fast ausschließlich Borkenkäfern der Gattung Ips und hier besonders dem Achtzähnigen Fichtenborkenkäfer, Ips typographus. Ziele der Untersuchungen waren u.a. die Unterscheidung von epidemischen und endemischen Populationen einer Art sowie eine taxonomische Differenzierung verschiedener einander morphologisch ähnlicher Arten. Ab 1996 wurden auch Untersuchungen der genetischen Struktur verschiedener Herkünfte von aktuell auftretenden Schadinsekten wie der Roßkastanienminiermotte mittels Isoenzymelektrophorese im Rahmen des Projekts durchgeführt.

Perny B., 1998, Genetische Untersuchungen der Populationsstruktur verschiedener wichtiger Schadinsekten unter Berücksichtigung biologischer und ökologischer Faktoren, Abschlußbericht, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, Institut für Forstschutz, Wien, 34 S.

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Das Wirkungsgefüge von pathogenen Mikropilzen, Arthropoden und Witterungsfaktoren bei aktuellen Krankheitssyndromen von Koniferen und Laubbäumen

P/4/65
Laufzeit 1994 bis 1999, Leiter Th. Cech

Um die Ursachen von Symptomen, insbesondere bei chronischen Erkrankungen von Bäumen, abzuklären, wird die Wechselwirkung zwischen abiotischen Faktoren und verschiedenen pathogenen Organismen erforscht. Auch Verschiebungen der Gewichtung von Streßfaktoren während des Krankheitsverlaufes werden einbezogen. Mithilfe von Exaktversuchen unter Laborbedingungen werden die einzelnen Faktoren voneinander abgegrenzt. Längerfristige Taxationen in Schadensgebieten sollen weiters helfen, Zusammenhänge mit großklimatischen Perioden abzuklären.

Untersuchungsobjekte waren bisher u.a. vom Wipfelsterben erfaßte Jungfichten, vom Kiefernsterben erfaßte Schwarz- und Weißkiefern, Probebäume aus dem Toten Gebirge und Dachsteinmassiv, um das Lärchenzweigsterben von 1995 aufzuklären sowie erkrankte Schwarzerlenbestände in Oberösterreich.


Forstschutz-Datenbank - Computerunterstütztes Schadensanalysesystem

P/4/66
1995 als F/4/3g
Laufzeit 1996 bis 2000, Leiter Th. Cech

Das Projekt beinhaltet die EDV-Erfassung der seit 1948 dokumentierten Schadensbegutachtungen und die routinemäßige Dokumentation neuer Schadensauftreten mit Unterstützung durch Bildmaterial sowie den Aufbau eines umfassenden "Expert-Systems" zur verfeinerten Schadensanalyse.


Befallsrisiko von Splintholznematoden in Zusammenhang mit der südeuropäischen Kiefernwelke und Holzimporten aus Asien

P/4/67-EU
11996 als F/4/3h
Laufzeit 1997 bis 2000, Leiter Ch. Tomiczek

Aufgabe des gemeinsam mit der BRD, Italien, Irland und Griechenland durchgeführten EU-Projekts ist es, die Gefahren durch Holzimporte abzuschätzen und die Pathogenität von Bursaphelenchus mucronatus und anderer Bursaphelenchus-Arten zu prüfen. Auch die Frage wird behandelt, ob pathogene Bursaphelenchus-Arten oder Rassen über Holzimporte nach Österreich gelangt sind und bei Absterbeerscheinungen an Kiefer und Tanne beteiligt sind.


Rasterelektronenmikroskopische Datenbank

F/4/4
Laufzeit ab 1998, Leiter M. Brandstätter

Die Facharbeit umfaßt folgende Arbeiten: EDV-Erfassung der seit 1992 entstandenen rasterelektronenmikroskopischen Abbildungen, Erweiterung der routinemäßigen Dokumentation anfallender Direktabbildungen, Symptomfotos für Entomologie, Phytopathologie, Wildökologie und integrierten Forstschutz, Errichtung einer Datenbank und Verknüpfung der Daten mit dem Schadensanalysesystem (P/4/66 "Forstschutz-Datenbank - Computerunterstütztes Schadensanalysesystem").

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Nicht projektgebundene Arbeiten

(Zusammengefaßt unter der Projektnummer F/IV/3 bzw. ab 1994 F/4/3, in sich chronologisch aufgelistet)

Vorarbeiten für neue Projekte, weiterführende Betreuung oder Beobachtung von abgeschlossenen Projekten und andere projektunabhängige Facharbeiten wurden ab 1992 unter F/IV/3, ab 1994 F/4/3, zusammengefaßt. F/4/3a) bzw. F/4/3h (1995) umfaßt die Beratung von Behörden, Interessensvertretungen und Waldbesitzern bei Massenvermehrungen von Forstschädlingen und phytosanitären Fragen bzw. Gutachtenerstellung, F/4/3b beinhaltete bis Ende 1995 die Betreuung von Diplomanden und Dissertanten der Universität für Bodenkultur.

Grafik Schadholzmengen


Einwirkungsmechanismen elektromagnetischer Strahlung auf den Waldbestand

F/IV/3c
Laufzeit 1993 bis 1994, Leiter M. Brandstetter

Der mögliche Zusammenhang zwischen Nadelvergilbungen und Kronenverlichtungen im Umkreis bestehender Sendeanlagen mit intensiver elektromagnetischer Bestrahlung wurde mit verschiedenen Methoden untersucht. Die Facharbeit wurde 1994 bis zur Klärung offener technischer Fragen zurückgestellt.

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Schäden durch Zuwachsbohrung

F/IV/3d
Laufzeit 1993 bis 1994, Leiter Ch. Tomiczek

Da im Bundesgebiet jährlich tausende Bäume mit dem Zuwachsbohrer untersucht werden, wollte man möglichen negativen Auswirkungen auf den Holzzustand nachgehen, wegen zu hohem Arbeitsaufwand stellte man die Facharbeit aber ein.


Populationsdichteermittlung von Lymantria monacha mit Disparlure

F/IV/3 (F/4/3)b, F/4/3c, F/4/3e
Laufzeit ab 1993, Leiter H. Krehan

Aufgrund einer möglichen bevorstehenden Gradation des Schädlings wurden beleimte Fangtafeln ausgebracht, kontrolliert und ihre Effektivität verglichen. Teilweise handelte es sich um weiterführende Arbeiten zum Projekt P/IV/43 "Biotechnische Bekämpfung forstschädlicher Insekten".


Populationsdichteerhebung für Lymantria dispar und Unterstützung der LFD NÖ bei der Schadensprognoseerstellung

F/4/3f
Laufzeit 1994, Leiter H. Krehan

Zu den geplanten Versuchsapplikationen eines Bazillus thuringensis-Präparates gegen den Schwammspinner kam es nicht, weil die Versuchsbekämpfung bescheidmäßig verboten wurde und die Gradation zusammenbrach.


Versuche zur Bekämpfung des Kastanienrindenkrebses mittels hypovirulenter Stämme von Cryphonectria parasitica

F/4/3g,f,d
Laufzeit 1994, Leiter Th. Cech


Untersuchungen zum Vorkommen von Mycosphaerella dearnessii (= Scirrhia acicola) in Österreich

F/4/3h
Laufzeit 1994, Leiter Th. Cech


Befallstaxation von Cameraria ohridella (Roßkastanien-Miniermotte) in Österreich

F/4/3i
1994, Leiter H. Krehan

Die explosionsartige Ausbreitung der Roßkastanienminiermotte zog reges öffentliches Interesse auf sich. Auf Auftrag des Ministerbüros wurde eine umfangreiche Beratungstätigkeit und eine Befallserhebung an ca 1300 Roßkastanien durchgeführt. Schon 1994 waren 70-80 % der vorwiegend in Österreich untersuchten Bäume von den Blattminen des Schmetterlings befallen, auffallend war aber auch der starke Befall mit dem Blattbräunepilz Guignardia aesculi. In der Zwischenzeit hat sich der Schädling im gesamten Bundesgebiet ausgebreitet.


Maßnahmen zur Bekämpfung der Roßkastanienminiermotte Cameraria ohridella

F/4/3c, F/4/3d
Laufzeit ab 1995, Leiter H. Krehan

Zahlreiche Bekämpfungsvarianten (Bauminfusionen, Neem-Präparate, etc.) der Roßkastanienminiermotte wurden von der FBVA erprobt. 1996 kam man zum Schluß, daß biotechnische Häutungshemmer, z.B. Dimilin oder Alsystin, Anfang Mai gesprüht, unter bestimmten Voraussetzungen gut wirken, was sich in den Folgejahren in der Praxis bestätigte. 1997 wurde vom Institut für Forstschutz die Tagung "Die Roßkastanienminiermotte - Biologie und Bekämpfungsstrategien" gemeinsam mit der ISA an der FBVA Schönbrunn veranstaltet. Die Referate wurden in einer Themennummer von „Forstschutz Aktuell“ veröffentlicht. 1998 wurde zu diesem Thema eine Internet-Seite mit aktuellen Ergebnissen und Hintergrundinformationen eingerichtet.

Tomiczek Ch. 1997, (Redaktion), Roßkastanienminiermotte (Cameraria ohridella), Themennummer mit zahlreichen Beiträgen, Forstschutz Aktuell Nr. 21, 7/1997, 33 S.


Fichtengebirgsblattwespe Pachynematus montanus

F/4/3e
Laufzeit 1995, Leiter H. Krehan

Aufgrund einer Massenvermehrung in den sekundären Fichtenwäldern des Salzburger und oberösterreichischen Voralpengebietes wurden Analysen mittels Kokonauszählungen, Beratungen und Stellungnahmen durchgeführt. Stichprobenartige Untersuchungen zeigten, daß die Befallsgradation 1995 bereits im Abklingen war.

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Forstschutz-Datenbank

F/4/3g, Vorarbeiten zu P/4/66
Laufzeit 1995, Leiter Th. Cech, H. Krehan, B. Perny, Ch. Tomiczek


Früherkennung von Rotfäule mit akustischen Methoden

F/4/3e, F/4/3i
Laufzeit 1995, Leiter G. Schaffar, Ch. Tomiczek

Im Rahmen einer mit Mitteln des BMLF geförderten Zusammenarbeit zwischen der FBVA und einem Retzer Ziviltechnik-Büro kam man zum Schluß, daß diese zerstörungsfreie Methode der Fäulebestimmung außerordentlich erfolgversprechend ist.


Schäden an Christbaumkulturen

F/4/3f
Laufzeit 1996, Leiter F. Gruber, J. Brandl

Vorwiegend besteht die Arbeit Beratungstätigkeit bezüglich Schadauftreten in Christbaumkulturen. 1996 wurde ein Ratgeber für "Krankheiten und Schädlinge in Christbaumkulturen" veröffentlicht.

Perny B., Cech Th., Donaubauer E., Tomiczek Ch., 1996, Krankheiten und Schädlinge in Christbaumkulturen, Forstliche Bundesversuchsanstalt, Wien, 156 S.


Phytosanitäre Kontrolle von Importholz, Forstpflanzen und Pflanzenteilen

Bis 1997: Phytosanitäre Kontrolle von Importholz und Christbäumen


Österreichischer Pflanzenschutzdienst - Forstpflanzen und Holz

F/4/3g
Laufzeit ab 1996, Leiter Ch. Tomiczek, H. Krehan

Die Arbeit beinhaltet Importkontrollen nach dem Pflanzenschutzgesetz 1995 sowie die Einschulung und laufende fachliche Betreuung der Export- und Importkontrollorgane. Die Diagnose von Quarantäneschadorganismen erfolgt ebenfalls im Institut für Forstschutz der FBVA.


Taxonomie, Verbreitung und Pathogenität von Splintholznematoden der Gattung Bursaphelenchus

F/4/3h, Vorarbeiten zu P/4/67-EU1
Laufzeit 1996, Leiter Ch. Tomiczek


Revierbewertung und -management

F/4/3i
Laufzeit ab 1996, Leiter K. Tiefnig

Als Serviceleistung für die forstliche und jagdliche Praxis leistet die Abteilung für Wildökologie Hilfestellung im Bereich jagdwirtschaftlicher Fragestellungen und Wald-Wild-Problematik. Wildschäden und Maßnahmen zu deren Vermeidung bilden den Interessensschwerpunkt. Neben der Anwendung konventioneller Schutzmaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit Grundeigentümern und Fachkollegen auch praktische Versuche durchgeführt. Als ein vielbeachtetes Beispiel dafür sei die Errichtung der Elektro-Einzelschutzanlage Aggstein/Wachau/NÖ erwähnt. Dabei werden die zur Schutzwaldsanierung in Permen gepflanzten Jungbäume durch eine solarstromversorgte Einzelschutzkombination von Stahldraht und Elektroband dem Wildäser entzogen.


Die wichtigsten Forstschädlinge und -krankheiten Österreichs

F/4/3e
Laufzeit ab 1998, Leiter B. Perny

Gearbeitet wird an einer Publikation über Schädlinge und Krankheiten, die für Österreich relevant sind.


Praxistest: Wirksamkeit von verbesserten Phermonon-Applikationstechniken im Vergleich zu herkömmlichen Methoden

F/4/3h
Laufzeit ab 1998, Leiter A. Pfister

Im Lehrforst der HTL Gainfarn wurden neben Borkenkäferpheromon-Vergleichstests, ein Versuch über die Wirksamkeit bzw. Fängigkeit von Pheromonfallen im Vergleich zur bewährten Fangbaummethode durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche Faktoren erhoben, die die Anlockung der Borkenkäfer maßgeblich beeinflussen. Erste Ergebnisse lassen darauf schließen, daß die Kombination Fangbaum und Falle in Summe schlechtere Fangergebnisse bringt als jede Variante alleine.

Zusätzlich wurden neuartige Pheromone und Fallen zum Monitoring der Lärchenminiermotte und der Kiefernbuschhornblattwespe erfolgreich getestet.

(1) Prädatoren sind alle "Raubtiere", auch solche, auf die der Begriff sonst nicht angewendet wird wie Raubmilben, Scolopender oder gewisse Spinnenarten.

(2) "Ektoparasitär" bedeutet, daß es sich um Parasiten handelt, die außerhalb des Wirtsgewebes leben, im Gegensatz zu Endoparasiten.

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1999-06-22 (LinR/FeiH)    Index | Forschung | Publikationen